Politische Diskussionen auf Twitter Echo der Weltgeschichte

Der Anfang des Amtsenthebungsverfahrens gegen Donald Trump las sich zumindest auf Twitter wie eine Sternstunde der Politik, schrieb Sascha Lobo. Im Podcast reagiert er nun auf Leserkommentare.

Demonstranten vor dem Capitol in Washington
AFP / Andrew Caballero-Reynolds

Demonstranten vor dem Capitol in Washington


Sascha Lobo: der Debatten-Podcast #112 - Trumps Politik auf Twitter: Schweigen im Rückkanal der Wutpöbler

Auf Twitter könne man rasch erahnen, "wie welche Geschehnisse bei wem wirken", schrieb Sascha Lobo in seiner jüngsten Kolumne. Doch auch wenn sich die Geschichte vom Beginn des Impeachment-Verfahrens gegen Donald Trump als Twitter-Sternstunde der Politik lesen lasse, sage das "bisher wenig darüber, ob sie auch zur Sternstunde der Weltgeschichte taugt."

Seit der Ankündigung der Demokraten wurde auf Twitter viel debattiert und gepöbelt - auch der US-amerikanische Präsident mischte munter mit. Doch am wichtigsten könnten am Ende jene werden, die zu der ganzen Sache vieldeutig geschwiegen haben, meint unser Kolumnist. Im Podcast zu seinem Text beschäftigt er sich nun mit den Zuschriften und Kommentaren seiner Leserinnen und Leser.

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insgesamt 5 Beiträge
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shrufu 29.09.2019
1.
Meiner Meinung nach mag Trump eine Art Loyalität haben aber nicht einen Funken eines vernünftigen Gegenspielers wie Ehre. Man kann sicherlich ehrlos sein und was vernünftiges verfolgen aber das sehe ich auch wirklich kaum bei ihm. Als Person lächerlich, in der Sache schlecht.. kein Wunder das ihm und seinen Jüngern nur völlig impulsiver Tribalismus übrig bleibt. - Meinung -
dasfred 29.09.2019
2. Tja, Herr Lobo
Gerade das, was die gegen Ende des Podcasts ausgeführt haben, ist dass, was ich in meinem Posting zum Ausdruck bringen wollte. Ich meide Twitter als Endverbraucher. Trotzdem lese ich, was Journalisten dort aufbereiten. Und es ist mir wichtiger, zu sehen, wie Trumps Umfeld reagiert. Ich bleibe beim Bild vom Pöbler am Gartenzaun. Ich Lausche nicht seinen Worten, sondern sehe mir nur an, ob er Zuhörer um sich versammelt oder ignoriert wird. Bedenklich wird es erst, wenn ein Trump mehr Gefolgschaft als Widerspruch aus den Reihen der Republikaner erhält. Dann haben sich Konservative endgültig an den Satan verkauft.
antelatis 29.09.2019
3.
Zitat von dasfredGerade das, was die gegen Ende des Podcasts ausgeführt haben, ist dass, was ich in meinem Posting zum Ausdruck bringen wollte. Ich meide Twitter als Endverbraucher. Trotzdem lese ich, was Journalisten dort aufbereiten. Und es ist mir wichtiger, zu sehen, wie Trumps Umfeld reagiert. Ich bleibe beim Bild vom Pöbler am Gartenzaun. Ich Lausche nicht seinen Worten, sondern sehe mir nur an, ob er Zuhörer um sich versammelt oder ignoriert wird. Bedenklich wird es erst, wenn ein Trump mehr Gefolgschaft als Widerspruch aus den Reihen der Republikaner erhält. Dann haben sich Konservative endgültig an den Satan verkauft.
Das ist aber ein ganz normales Verhalten, denn sobald die "eigenen Leute" betroffen sind, fällt es schwer, die Dinge noch mit der nötigen Objektivität zu beurteilen. Republikaner, die immer weiter ihren Trump unterstützen, muss man in gewisser Weise als befangen betrachten. Darum ist es ein Unding, dass diese Leute darüber entscheiden sollen, was mit Trump passiert. In einem lupenreinen Rechtsstaat müssten so was durch Instanzen geschehen, die nicht so direkt involviert sind.
shrufu 29.09.2019
4. @dasfred
Ich glaube ihre Methode ist vllt nicht verkehrt um die Ergebnisse zu beobachten aber vllt weniger um bestimmte zu erklären. Ich würde jedenfalls nicht ausschließen das der potus und besonders Trump einen gewissen Einfluss auf die Stimmung und die Kultur hat. Entsprechend trägt er möglicherweise indirekt zu Einzelentscheidungen bei die widerum ein anderes Klima ergeben welches Entscheidungen als normal erscheinen lässt die vor 10 Jahren alles andere als das waren. Das ist mE auch keine große Erkenntnis sondern oftmals erklärtes Ziel und gelebte Praxis.. die Änderung der "Kultur" darauf das ihre Haltungen eine Normalität formen, aus deren Analyse heraus die Kultur zuvor wäre zum Privileg der politischen Feinde heraus geprägt. Wer jetzt genau so denkt und handelt sei Mal dahin gestellt.. es zumindest nicht schlecht es als eine mögliche Denke und allgemeinen Trend oder Entwicklung zu beobachten. Eine enorme Steuerreform, ein Handelskrieg, die Entwertung internationaler Institutionen, Relativierung von Rassismus/Faschismus und eigener pikanter bis klarer Umgang damit, unmenschliche Behandlung von Kindern, Anstiftung zur Justizbehinderung wofür man ohne Präsidentenstatus vor Gericht wäre, hochdubiose Verwicklungen bei Kandidatur mit Diktatoren etc usw.. die Republikaner hätten nicht eine Sache mitmachen müssen bzw haben es aktiv geschaffen. Wenn man nicht viel hört wenn man das Ohr auf die Gleise legt, könnte es daran liegen das der Zug bereits abgefahren ist.
Actionscript 30.09.2019
5. Die Republikaner werden hinter Trump stehen.
Denn ohne Trump als Kandidat hat die Partei keine Chance, die nächste Wahl zu gewinnen. Die Partei wird dann für viele Jahre in die Bedeutungslosigkeit fallen. Von daher müssen die Senatoren bei einem Impeachment Verfahren dagegen stimmen. Es ist jedoch eine andere Frage, ob Trump die Wahl in 2020 gewinnen wird. Denn ein Grund, warum er die Wahl in 2016 gewonnen hat, ist, dass Wähler Trump gewählt haben, weil sie Clinton nicht mochten oder garnicht erst zur Wahl gegangen sind. Mikel Moore hat davor gewarnt. Das wird jedoch in 2020 anders sein. Da wird es eine extrem hohe Wahlbeteiligung geben, und in dem Moment haben die Demokraten eine echte Chance, zu gewinnen. Wenn sie tatsächlich gewinnen sollten, werden die Republikaner auch für Jahre hinaus von der Bildfläche verschwinden. Auch bietet Kalifornien ein Vorbild als erfolgreicher Staat, weil die Republikaner dort entmachtet sind, und dies dem Staat wirtschaftlich und was die Umwelt angeht sehr gut getan hat. Natürlich hat der Staat auch grosse Probleme wie hohe Mieten und Obdachlosigkeit. Doch diese Probleme werden speziell und mit viel Investitionen von einem weit linken Gouverneur, Newsom, angegangen.
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