Street View Google muss in Frankreich Strafe zahlen

Französische Datenschützer haben Google zu einer Strafzahlung verdonnert. Weil die Street-View-Wagen des Konzerns auch private Daten aus W-Lan-Netzen mitschnitten, wird eine Strafe in Höhe von 100.000 Euro fällig.

Street-View-Kamera: Strafe für versehentlich mitgeschnittene Daten
Getty Images

Street-View-Kamera: Strafe für versehentlich mitgeschnittene Daten


Paris - Frankreichs Datenschutzkommission CNIL (Commission nationale de l'informatique et des libertés) hat damit die höchste Strafgebühr in ihrer Geschichte verhängt. 100.000 Euro soll Google nun zahlen, weil die Street-View-Autos bei dem Versuch, W-Lan-Netze in den fotografierten Städten zu kartieren, auch noch diverse andere Daten mitschnitten - darunter Bruchstücke von E-Mails, URLs und zum Teil offenbar auch Passwörter.

Google ist für diesen groben Datenschutzschnitzer in Dutzenden Staaten heftig kritisiert worden. Mindestens zwei Länder außer Frankreich erwägen, Geldstrafen gegen das Unternehmen zu verhängen. Google hat sich für die eigenen Angaben zufolge versehentliche Erfassung der Daten entschuldigt und angekündigt, sie nach Absprache mit den Datenschutzorganen in den jeweiligen Ländern zu löschen.

cis/AP

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