Surface Pro 3 Microsoft lockt Notebook-Fans mit größerem Tablet

Größer, dünner, leichter: Microsoft hat in New York sein neues Tablet vorgestellt. Mit dem Surface Pro 3 möchte sich der Konzern endlich auf dem umkämpften Tablet-Markt behaupten. Mit den Vorgängermodellen war ihm das nicht geglückt.
Surface Pro 3: Microsoft lockt Notebook-Fans mit größerem Tablet

Surface Pro 3: Microsoft lockt Notebook-Fans mit größerem Tablet

Foto: BRENDAN MCDERMID/ REUTERS

New York - Microsoft will mit einem größeren und gleichzeitig schlankeren Tablet-Computer das Notebook ersetzen. Spartenchef Panos Panay stellte das neue Gerät namens Surface Pro 3 am Dienstag in New York vor. Gleichzeitig blieb der Konzern ein von vielen Beobachtern erwartetes Mini-Tablet schuldig. Von den Stückzahlen her wuchs die kleine, günstige Klasse zuletzt am schnellsten.

Das Surface Pro 3 hat einen Zwölf-Zoll-Bildschirm und ist damit größer als sein Vorgänger mit 10,6 Zoll. Entsprechend steigt die Auflösung. Gleichzeitig ist das neue Tablet dünner und leichter. Der eingebaute Klappständer ist nun annähernd stufenlos einstellbar; Surface Pro 2 rastete in zwei Positionen ein. Auch die dazugehörige Tastatur und die Eingabe per Stift wurden verbessert. Das Gerät läuft mit Intel-Prozessoren und Windows 8.1.

Das Surface Pro 3 ist in den USA je nach Ausstattung ab 799 Dollar (583 Euro) zuzüglich Steuern zu haben. Vorbestellungen sind ab diesem Mittwoch möglich, der eigentliche Verkauf beginnt ab 20. Juni. In Deutschland ist das Gerät ab Ende August erhältlich. Ein Euro-Preis stand noch aus.

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Surface Pro 3: Microsoft stellt sein neues Tablet vor

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Statt zu einem Notebook greifen viele Kunden mittlerweile lieber zu einem Tablet. Nach Analystenschätzungen werden erstmals in diesem oder spätestens im nächsten Jahr mehr Tablets verkauft als klassische PC. Die einst gigantischen Zuwachszahlen bei Tablets hatten sich zu Beginn des Jahres allerdings abgeschwächt. Viele Verbraucher haben sich gerade erst ein neues Gerät gekauft.

Microsoft hat es bislang nicht geschafft, seine Marktdominanz aus dem PC-Markt in die mobile Welt hinüberzuretten. Statt mit Windows läuft der Großteil der Tablets und auch Smartphones mit Googles Android-System oder es handelt sich um iPads und iPhones von Apple.

Das neue Tablet soll nun die Wende bringen: "Mit diesem Tablet kann man das Notebook ersetzen", sagte Panay über das Surface Pro 3. Der neue Microsoft-Chef Satya Nadella legt ein starkes Gewicht auf den Ausbau des mobilen Geschäfts. So schloss er die Übernahme von Nokias Handygeschäft im April ab und machte Windows kostenlos für Smartphones und kleinere Tablets. Das soll den Preis für den Endkunden senken.

Die erste Generation der Surface-Tablets hatte Microsoft Mitte 2012 vorgestellt, die zweite folgte im September vergangenen Jahres. Die Verkaufszahlen waren zunächst enttäuschend. Die Geräte waren aber auch als Weckruf an die PC-Hersteller gedeutet worden, ihre eigenen Bemühungen um Windows-Tablets voranzutreiben. Bis zu dem Zeitpunkt gab es kaum Angebote.

Mittlerweile ist eine Vielzahl von Modellen auf dem Markt, darunter viele Mischformen aus Tablets und Notebooks mit umklappbaren Bildschirmen oder abnehmbaren Tastaturen. "Wir wollen nicht mit den Computerbauern konkurrieren", versicherte Nadella. Microsofts Quartalsumsatz mit den Surface-Geräten legte zuletzt binnen eines Jahres um 50 Prozent auf 500 Millionen Dollar zu - in einem Multimilliarden Dollar schweren Gesamtmarkt.

jbe/dpa
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