Video-App Trump erhöht Druck für Verkauf von TikTok an Microsoft

Nächste Runde im Milliardenpoker um TikTok: Ein großes Unternehmen solle die US-Aktivitäten der chinesischen Video-App kaufen, so Trump - und die US-Regierung müsse mitverdienen. Sonst wolle er das Portal "dichtmachen".
Video-App TikTok vor US-Flagge: Trump setzt Kauffrist bis zum 15. September

Video-App TikTok vor US-Flagge: Trump setzt Kauffrist bis zum 15. September

Foto: OLIVIER DOULIERY/ AFP

US-Präsident Donald Trump hat den Druck für einen raschen Verkauf der Videoplattform TikTok durch ihren chinesischen Mutterkonzern ByteDance erhöht. Komme bis zum 15. September kein Verkauf zustande, werde TikTok in den USA "dichtgemacht", sagte Trump am Montag im Weißen Haus. "Es wird am 15. September schließen, wenn nicht Microsoft oder jemand anders in der Lage ist, es zu kaufen und einen Deal auszuhandeln."

Dabei sei es ihm egal, "ob es Microsoft oder jemand anders ist", der die US-Aktivitäten von TikTok kaufe, betonte Trump. Es müsse jedoch "ein großes Unternehmen, ein sicheres Unternehmen, ein sehr, sehr amerikanisches Unternehmen" sein. Gleichzeitig machte Trump deutlich, er erwarte, dass das US-Finanzministerium von einem Deal profitieren müsse.

Trump hatte am Freitag eine Verbannung der beliebten Videoplattform vom US-Markt angedroht. Microsoft erklärte daraufhin am Sonntag, bereits laufende Gespräche mit ByteDance für eine mögliche Übernahme von TikTok sollten bis zum 15. September abgeschlossen werden. Trump stellte es am Montag so dar, als hätte er Mitte September als Frist gesetzt.

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TikTok ist eine international erfolgreiche Videoplattform mit Hunderten Millionen Nutzern weltweit. Nutzer können dort eigene Clips hochladen oder Videos von anderen ansehen. ByteDance bemüht sich schon seit einiger Zeit, seine internationale Plattform von der chinesischen Version zu trennen. 

Kritiker werfen TikTok vor, die chinesische Regierung könnte über die App an Nutzerdaten gelangen. Die Videoplattform weist die Vorwürfe zurück.

mkl/AFP/dpa/Reuters
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