Vermutlicher Hackerangriff Hauptbahnhof in Washington zeigt Porno

Auf einem Werbebildschirm am Washingtoner Hauptbahnhof lief drei Minuten lang ein Porno - mitten in der Rushhour. Wahrscheinlich hatten sich Hacker Zugriff zum System verschafft.

Hunderttausende fahren täglich durch den Hauptbahnhof in der US-Metropole Washington D.C. Hunderttausende warten an den Gleisen auf ihre Züge und starren gedankenverloren auf die großen Werbebildschirme, die überall in der Union Station aufgehängt sind. Am Montagabend dürften sich dabei so einige erschrocken haben.

Denn auf einem Bildschirm in der Haupthalle des Bahnhofs wurde auf einmal statt der üblichen Werbeclips ein Porno abgespielt.

Etwa drei Minuten lang seien pornografische Clips gesendet worden, die wahrscheinlich von der Website PornHub stammten, berichtet die "Washington Post".  Eine Frau habe den Vorfall gefilmt und das Video über soziale Medien verbreitet. Inzwischen sei es gelöscht worden.

Nachdem einige Menschen empört, andere kichernd auf das Video reagiert hätten, sei ein Bahnhofsmitarbeiter herbeigeeilt und habe den Bildschirm abgeschaltet, heißt es in dem Zeitungsbericht.

"Ich war ziemlich sprachlos", erzählt die Frau, die das Video der Panne aufgenommen hat. "Ich konnte nicht glauben, dass das in der Öffentlichkeit passiert, vor allem nicht während der Rushhour." Es sei ein richtiger Porno gewesen, der da auf dem riesigen Bildschirm zu sehen war.

Die Geschäftsführerin der Union Station versicherte der "Washington Post", dass man den Vorfall untersuche und sicherstelle, dass so etwas nicht noch einmal passieren könne.

Die Werbebildschirme wurden erst vor Kurzen im Rahmen einer Renovierung des Hauptbahnhofs installiert. Normalerweise zeigen sie eine Reihe von vorprogrammierten Werbeclips oder ein Verzeichnis der Geschäfte in der Union Station.

kry
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