Überlastungsangriff Uni Kiel wird von Cyberattacke gelähmt

Die Kieler Universität hat mit den Folgen einer massiven DDoS-Attacke zu kämpfen: Über Wochen waren Internet- und E-Mail-Nutzung nur schwer möglich. Nun ermittelt das Landeskriminalamt.

Gebäude der Christian-Albrechts-Universität (Archivbild)
Carsten Rehder / DPA

Gebäude der Christian-Albrechts-Universität (Archivbild)


Eine größere Cyberattacke hat den Forschungs- und Lehrbetrieb der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in den vergangenen beiden Wochen erheblich gestört. Laut Universitätssprecher Boris Pawlowski handelte es sich um einen massiven Überlastungsangriff, eine sogenannte Denial-of-Service-Attacke (DDoS).

Die habe den Onlinebetrieb der Uni weitgehend lahmgelegt. So seien der Zugriff auf Internet, E-Mails und Datenbanken beispielsweise nur noch schwer möglich gewesen, ebenso der Abruf von Online-Studienunterlagen.

"Solche Angriffe sind zwar nichts Neues für uns, aber die Heftigkeit und Länge dieser Aktion waren doch sehr ungewöhnlich", sagt Pawlowski dem SPIEGEL. Am 28. Oktober habe der Angriff begonnen und sei in den Wochen darauf nicht schwächer, sondern stärker geworden. "Das lief in Wellenbewegungen", so der Sprecher. Man habe auf Zehntausenden Geräten "erhebliche Einschränkungen" hinnehmen müssen, doch: "Der Angriff war nicht mit einem Eindringen in unsere Systeme verbunden." Erst in der vergangenen Nacht war es den Mitarbeitern möglich, das Problem in den Griff zu bekommen.

Die Universität hat die Angelegenheit nun zur Anzeige gebracht. Die Abteilung Cyberkriminalität des Landeskriminalamts hat die Ermittlungen aufgenommen, um die Täter ausfindig zu machen, wie eine Polizeisprecherin sagte.

juh/dpa



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