Urheberrecht Gericht stoppt Inhalte-Filter für soziale Netzwerke

Der Europäische Gerichtshof hat entschieden: Das soziale Netzwerk Netlog muss nicht vor Veröffentlichung prüfen, ob von Nutzern hochgeladene Videos gegen Urheberrechte verstoßen.
Soziales Netzwerk Netlog: Muss von Nutzern hochgeladene Inhalte nicht vorab prüfen

Soziales Netzwerk Netlog: Muss von Nutzern hochgeladene Inhalte nicht vorab prüfen

Luxemburg - Anbieter sozialer Netzwerke können nicht zu Vorkontrollen im Netz gezwungen werden. Ein entsprechendes Urteil fällte der Europäische Gerichtshof in Luxemburg (EuGH) am Donnerstag. Anlass des Richterspruchs ist eine Klage der belgischen Verwertungsgesellschaft Sabam gegen den Plattform-Betreiber Netlog. Bei Netlog können Nutzer ähnlich wie bei Facebook auf ihren Profilen Video- oder Audiodateien veröffentlichen.

Sabam wollte Netlog zur Einführung eines Filtersystems zwingen, mit dem urheberrechtlich geschützte Werke herausgefischt werden sollten. Dies würde jedoch gegen das Verbot einer allgemeinen Überwachungspflicht verstoßen, begründete der EuGH. Überdies würde die unternehmerische Freiheit Netlogs durch das teure und komplizierte Informatiksystem beeinträchtigt, weil die Firma die Kosten selbst tragen müsse.

ore/dapd