Hackerangriff von 2013 Alle drei Milliarden Yahoo-Accounts betroffen

Der Hackerangriff auf Yahoo im Jahr 2013 galt ohnehin schon als einer der größten - doch er war noch deutlich umfangreicher als bisher angenommen: Betroffen waren nicht eine Milliarde Nutzerkonten, sondern drei Milliarden.
Yahoo-Logo in der Schweiz (2012)

Yahoo-Logo in der Schweiz (2012)

Foto: DENIS BALIBOUSE/ REUTERS

Vom massiven Hackerangriff auf Yahoo im Jahr 2013 waren alle drei Milliarden Nutzerkonten betroffen. Bisher war von einer Milliarde Accounts die Rede gewesen - und schon damit war es einer der größten Angriffe überhaupt. Man habe kürzlich neue Informationen erhalten, die auf mehr Betroffene schließen ließen, teilte der neue Yahoo-Eigentümer mit, der Telekom-Anbieter Verizon.

Unter den erbeuteten Daten seien keine Klartext-Passwörter sowie keine Kreditkarten- oder Kontoinformationen, hieß es in der Mitteilung von Verizon . Nach bisherigen Informationen verschafften sich die Angreifer aber Zugriff auf Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern sowie unkenntlich gemachte Passwörter.

Nach wie vor ist unklar, hinter wie vielen der Accounts zum Zeitpunkt der Attacke noch aktive Nutzer steckten. Die betroffenen Konten verteilten sich auf diverse Yahoo-Dienste.

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Yahoo hatte im vergangenen Jahr erst einen Hackerangriff im Jahr 2014 eingeräumt, von dem 500 Millionen Nutzerkonten betroffen waren. Kurz darauf wurde die vorherige, größere Attacke von 2013 bekannt. Die Enthüllungen führten dazu, dass der Kaufpreis für Yahoo um 350 Millionen Dollar gesenkt wurde. Verizon zahlte immer noch knapp 4,5 Milliarden Dollar. Die damalige Yahoo-Chefin Marissa Mayer verzichtete auf Bonuszahlungen.

Auch wenn der Yahoo-Hack die meisten Betroffenen hat, könnte die jüngste Attacke auf die Wirtschaftsauskunftei Equifax noch schwerwiegendere Folgen haben. Bei den dort betroffenen rund 143 Millionen Amerikanern könnte auch die Sozialversicherungsnummer gestohlen worden sein.

aar/dpa