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05. Juni 2019, 20:24 Uhr

Hassbotschaften

YouTube verschärft Kampf gegen rassistische Videos

Rechte Propaganda, Mobbing, Rassismus: Auf YouTube finden Nutzer noch immer viele Videos mit diskriminierenden Inhalten. Jetzt hat die Google-Tochter ihre Richtlinien gegen Hassbotschaften nachgebessert.

Die Google-Tochter YouTube will verschärft gegen Videos mit rassistischen und diskriminierenden Inhalten vorgehen. Das Unternehmen passte seine Richtlinien dementsprechend an.

Die Plattform verbiete fortan Videos, die diskriminierende Botschaften über Menschen bestimmter Rassen, Religionen oder sexueller Orientierungen verbreiteten. Dazu gehörten Videos, welche "die Nazi-Ideologie verherrlichen" oder den Holocaust leugneten, teilte das Unternehmen mit.

Als weitere Gründe für die Verbannung bestimmter Videos nannte YouTube etwa auch diskriminierende Aussagen, die sich auf Geschlecht und Alter anderer Menschen beziehen.

Verstärkter Druck

Die großen Onlinenetzwerke sind in den vergangenen Jahren stärker unter Druck von politischen und gesellschaftlichen Gruppen geraten, manipulative und aufwiegelnde Botschaften von ihren Plattformen zu verbannen.

YouTube teilte weiter mit, dass man bereits Richtlinien gegen Hassbotschaften habe. Bereits vor zwei Jahren seien die Maßnahmen gegen rassistische Videos verschärft worden. Nun würden die Regeln zur Löschung bestimmter Aufnahmen präzisiert.

brt/AFP

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