Hassbotschaften YouTube verschärft Kampf gegen rassistische Videos

Rechte Propaganda, Mobbing, Rassismus: Auf YouTube finden Nutzer noch immer viele Videos mit diskriminierenden Inhalten. Jetzt hat die Google-Tochter ihre Richtlinien gegen Hassbotschaften nachgebessert.

YouTube verschärft seine Richtlinien zu Hassvideos
Britta Pedersen/DPA

YouTube verschärft seine Richtlinien zu Hassvideos


Die Google-Tochter YouTube will verschärft gegen Videos mit rassistischen und diskriminierenden Inhalten vorgehen. Das Unternehmen passte seine Richtlinien dementsprechend an.

Die Plattform verbiete fortan Videos, die diskriminierende Botschaften über Menschen bestimmter Rassen, Religionen oder sexueller Orientierungen verbreiteten. Dazu gehörten Videos, welche "die Nazi-Ideologie verherrlichen" oder den Holocaust leugneten, teilte das Unternehmen mit.

Als weitere Gründe für die Verbannung bestimmter Videos nannte YouTube etwa auch diskriminierende Aussagen, die sich auf Geschlecht und Alter anderer Menschen beziehen.

Verstärkter Druck

Die großen Onlinenetzwerke sind in den vergangenen Jahren stärker unter Druck von politischen und gesellschaftlichen Gruppen geraten, manipulative und aufwiegelnde Botschaften von ihren Plattformen zu verbannen.

YouTube teilte weiter mit, dass man bereits Richtlinien gegen Hassbotschaften habe. Bereits vor zwei Jahren seien die Maßnahmen gegen rassistische Videos verschärft worden. Nun würden die Regeln zur Löschung bestimmter Aufnahmen präzisiert.

brt/AFP



insgesamt 24 Beiträge
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Seite 1
koch-51 05.06.2019
1.
Vielleicht lässt sich so der AfD "der Hahn" abdrehen. Die verbreiten ihre rechte Desinformation und Hetze fast ausschließlich über das Netz. Gut, dass das NetzDG von Heiko Maas jetzt anfängt Wirkung zu zeigen. Ohne Sanktionsdrohungen wären Facebook, YouTube usw. niemals gegen Rechts vorgegangen.
Idiocracy 05.06.2019
2. Das Netz weicht aus
Solche Maßnahmen haben meiner Meinung nach nur einen Effekt und zwar das die ganzen Verückten sich in ihrer Meinung, "der Staat will uns zensieren", auch noch bestätigt sehen. Nur weil Youtube seine Vorgehen ändert bedeutet das nicht das Rassistische Videos aus dem Netz verschwinden. Und im Gegensatz zu Nischenseiten kann man auf YouTube wenigstens mit Gegenpositionen konfrontiert werden. Diese Politik "Wenn wir radikalen ihre Plattform nehmen verschwinden auch die radikalen Gedanken" geht leider nicht auf.
batcat25 05.06.2019
3. Zensur!
Und es wird immer mehr und das NetzwerkDG, ist übrigens verfassungswidrig!
w.diverso 05.06.2019
4. Bekommen die bei Google/YouTube
langsam kalte Füße? In USA wird über die Zerschlagung dieser Internet-Giganten diskutiert und in Europa wird über mehr Kontrolle der Inhalte nachgedacht. Beides könnte mit Vernunft in die richtige Richtung gehen. Weniger Konzentration der Macht im Handel und weniger Fake News und weniger Propaganda für Extremismus, egal ob Links oder Rechts, wäre die richtige Richtung. Also lassen wir uns überraschen.
j.vantast 05.06.2019
5. Niedlich
Die Leute wissen genau dass sie bei Youtube was die Videos betrifft unter Beobachtung stehen. Aber es wird einem Übel wenn man die Kommentare unter verschiedenen Videos liest. Egal um was es geht, es dauert keine 5 Minuten bis jemand über einen Kommentar versucht die Diskussion unter den Videos in Richtung rechter Hetze zu drehen. Und es werden Nutzernamen wie H**l Hit**r von Youtube akzeptiert. Man kann Kommentare an Youtube melden, ok, auch Kanalbilder oder Kanalsymbole, aber keine Nutzernamen. Also meiner Ansicht nach tut Youtube fast nichts um gegen die rechte Hetze vorzugehen. Und auch eindeutig volksverhetzende Kommentare bleiben obwohl man sie gemeldet hat stehen. Und selbst wenn ein User gesperrt wird meldet er sich am nächsten Tag eben mit einem anderen Nutzernamen wieder an. Aber ich gebe auch zu das mir keine brauchbare Lösung einfällt. Die einzige Möglichkeit wäre eine Identifizierung gegenüber Youtube wenn man sich dort anmeldet, aber auch da gibt es Möglichkeiten das zu umgehen.
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