Desinformation im Netz Google und YouTube schließen Klimawandelleugner von Werbeeinnahmen aus

Die Onlinedienste drehen Verbreitern von Falschinformationen den Geldhahn zu: Rund um Inhalte, die den Klimawandel leugnen, sollen keine Anzeigen mehr geschaltet werden.
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Foto: NICHOLAS KAMM/ AFP

Google und YouTube schließen Inhalte, die den menschengemachten Klimawandel  leugnen, von Werbeeinnahmen aus. Rund um Beiträge, die »dem fundierten Konsens rund um die Existenz und die Gründe des Klimawandels widersprechen«, dürften keine Werbeanzeigen mehr geschaltet werden, teilte der Google-Konzern mit. Auch auf andere Weise, etwa durch Bezahlung von Inhalten, solle mit solchen Falschinformationen  kein Geld mehr verdient werden.

Die neue Regelung richtet sich nach Konzernangaben etwa gegen Behauptungen, bei Angaben zum Klimawandel handele es sich um Betrug. Auch die Leugnung der Erderwärmung und des Anteils der Menschheit an dieser Entwicklung soll demnach sanktioniert werden. Die Schritte von Google und YouTube zählen zu den weitreichendsten Maßnahmen gegen Desinformation zum Klimawandel die von großen sozialen Netzwerken ergriffen wurden.

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»Werbekunden wollen ihre Werbung einfach nicht neben solchen Inhalten sehen«, erklärte das Unternehmen, über das die meisten Anzeigen im Netz verkauft werden. Der Ausschluss von Leugnern des Klimawandels von Einnahmen steht laut Google auch im Zusammenhang mit seinen eigenen Bemühungen, nachhaltiger zu werden und so zum Kampf gegen die Erderwärmung beizutragen.

Die »wichtige Entscheidung« von Google, Produzenten von Klima-Falschinformationen den Geldhahn zuzudrehen, könne »eine Wende einleiten bei der Klima-Leugner-Industrie«, sagte Fadi Quran, Kampagnenleiter der Nichtregierungsorganisation Avaaz. Drei Wochen vor der UN-Klimakonferenz in Glasgow hätten Fake News zum Klimawandel Hochkonjunktur.

»Jahrelang haben Klima-Falschinformationen die öffentliche Meinung verwirrt und politisches Handeln gegen den Klimawandel behindert, und YouTube war die Waffe ihrer Wahl«, kritisierte Quran. Er forderte andere Onlineplattformen wie Facebook auf, es Google und dessen Videoportal gleichzutun.

sbo/afp
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