Angespielt Assassin's Creed

Zurück zur Übersicht

"Assassin's Creed" teilt sich in drei Phasen auf: In der ersten staunt man über die unglaublich schöne und detaillierte Grafik. Da läuft man als Meuchelmörder durch das mittelalterliche Jerusalem oder Damaskus, klettert mutig auf Kirchtürme. Wie ein Raubvogel lauert der Assassin über der Stadt und erzeugt dort die stärksten und schönsten Bilder des Spiels. Dann stürzt er sich mit kühnen Schwung herab. So tief, dass man es im Magen spürt. Der Sturz endet stets im Heuhaufen.

Irgendwann beginnt dann die zweite Phase: Da fragt man sich, ob das jetzt alles ist: Mordauftrag erhalten, Informationen über das Opfer sammeln und den Auftrag ausführen. Und man wird ernüchtert feststellen, dass das tatsächlich alles ist. Diese Enttäuschung hält ungefähr einen Auftrag lang an, um dann von der dritten Phase abgelöst zu werden: dr, in der einem das egal ist, weil die Städte noch immer großartig aussehen, die Schwertkämpfe atemberaubend inszeniert sind und die Vorhersehbarkeit der Geschichte von der Schönheit der Umgebung überstrahlt wird. Das ist die Phase, in der man feststellt, dass in "Assassin's Creed" der Weg das Ziel ist - und man dem Spiel deshalb Vieles verzeiht.

"Assassin's Creed" von Ubisoft, für Xbox 360 und Playstation 3, ca. 57 Euro; USK: ab 16 Jahren

Weiter zu: Mass Effect

Mehr lesen über Verwandte Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.