Angespielt Half Life 2: The Orange Box


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Eigentlich sollte der Actionspielklassiker "Half Life 2" in Episoden fortgesetzt werden, die regelmäßig und schnell auf den Markt kommen. Da das nicht im geplanten Zeitraum geschehen ist, bringt Entwickler Valve mit der "Orange Box" eine kleine Entschädigung heraus. Zumindest wirkt das so, denn "Orange Box" ist eine kleine Wundertüte.

Sie umfasst nicht nur das Originalspiel und die vor einem Jahre erschienene erste Episode, sondern auch die neue zweite Episode. Und die zeigt wieder die Größe von "Half Life 2": Wunderbar anrührend wird die Geschichte eines Aufstandes weitererzählt, der sich bei der Auflösung sozialistischer Staaten bedient und diese mit Außerirdischen und Rebellentum verknüft. Zwischendurch geht es Actionlastig gegen Horrorwesen und Roboterspinnen. Dass diese krude klingende Mischung funktioniert ist eines der Verdienste von "Half Life 2".

Ebenfalls im Paket ist der Multiplayertitel "Team Fortress 2", der trotz Comicgrafik Jugendschützer zum Stinruntzeln gebracht hat, weshalb in der deutschen Version kein Blut vergossen wird, sondern sich getroffene Gegner in Schrott auflösen. Was interessanterweise viel besser zum eigentlich Aussehen des Spiels passt als die roten Wolken der Originalversion.

Heimlicher Hit der "Orange Box" aber ist "Portal", ein Puzzlespiel, das zeigt, wie Spiele auch mit Räumen umgehen können. In "Portal" nämlich schießt man miteinander verbundene Ein- und Ausgänge in Wände, Decken und Böden, um weiterzukommen. Das klingt erstmal unspektakulär, entwickelt sich aber mit der Zeit zu einer kniffligen Denksportaufgabe, die mit schwarzem Humor gesegnet zu einem absurd schönen Lied im Abspann führt. Mehr davon!

"Half Life 2: The Orange Box", von Electronic Arts für PC, Xbox 360 und Playstation 3, ab 40 Euro

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