Bitfilm-Festival Abstimmen für den schönsten Netz-Clip

Ab heute Abend findet im Netz ein Festival für die schönsten Filme im Zigarettenschachtelformat statt. Beim Bitfilm-Festival geht es um Kunst in kleinen Fenstern - und aus Computern. SPIEGEL ONLINE lädt ein zum Abstimmen und präsentiert ausgewählte Wettbewerbsbeiträge.


Seit es das Bitfilm-Festival gibt, hat sich eine Menge getan im Netz. Die Brolsmas, Star Wars Kids und Mentos-Experimentatoren dieser Welt sind mit Auftritten in Zigarettenschachtelgroßen Videofensterchen berühmt geworden. YouTube ging als erster Milliardenkauf der zweiten Internet-Euphorie in die Geschichte ein. Und selbst die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten gehen jetzt mit Macht daran, ihre Programminhalte in kleinen Videofensterchen übers Netz verfügbar zu machen.

Bitfilm-Festival: Vorreiter des Computer-Clips

Bitfilm-Festival: Vorreiter des Computer-Clips

Das Bitfilm-Festival dagegen gibt es schon seit dem Jahr 2000, anfangs als Bestandteil des Hamburger Kurzfilmfestivals ab 2003 als eigenständige Veranstaltung. Immer wurden dort Filme aus dem Computer gezeigt. Heute gibt es Preise in den Sparten 3-D-Animation, Flash, "FX", Machinima (also Filme, die mit den Engines von Computerspielen gemacht werden) und Micromovies - Filme für den Handybildschirm. Seit 2006 gibt es auch noch einen Preis für abendfüllende Kinofilme - am interessantesten aber bleiben die kleinen, oft von unabhängigen Produzenten hergestellten, höchst kreativen Filmchen für den Bildschirm im Bildschirm.

Am heutigen Donnerstag wird mit einem Live-Event in Hamburg das 8. Internationale Bitfilm-Festival eröffnet - SPIEGEL ONLINE fungiert als Medienpartner des Festivals. Die Jury ist die ganze Netzgemeinde: Unter www.bitfilm.com/festival kann jeder, der sich anmeldet, bis zum 25. September alle Filme online ansehen und darüber entscheiden, wer die insgesamt 10.000 Euro an Preisgeldern gewinnen soll. Jeder Film kann mit bis zu fünf Sternen bewertet werden, der Film mit den meisten Sternen in jeder der sechs Wettbewerbskategorien gewinnt. Die Bitfilm-Macher glauben an das "virale Potential" der Netzfilme - was oft weiterempfohlen wird, soll auch gewinnen.

"Uns ist bewusst, dass dadurch gut vernetzte Filmemacher mit vielen Freunden, die ihren eigenen Film aktiv bewerben, einen großen Vorteil haben," sagt Festivalleiter Aaron Koenig. Man habe im vergangenen Jahr aber mit diesem Verfahren sehr gute Erfahrungen gemacht: "Alle Filme, die auf den vorderen Plätzen landeten, waren großartig - keineswegs nur lustige Cartoons, wie man erwarten würde, sondern auch anspruchsvolle, teils düstere Werke, das hat uns überrascht."

93 Kurzfilme, Musikvideos und Werbespots stehen zur Wahl - auf SPIEGEL ONLINE werden wir in den nächsten Wochen ausgewählte Wettbewerbsbeiträge präsentieren. Wer die Gewinner des Vorjahres verpasst haben sollte, braucht sich nicht zu grämen: Im nebenstehenden Kasten sind - neben dem aktuellen Trailer für das Festival - die schönsten Bitfilme von 2006 noch einmal versammelt.

cis



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