DVD-Filmbeileger Yakuza-Gangster unter Hypnose

Mit einer Hand voll eiskalter Typen gehen die Beilegermagazine in eine weitere Runde knallharter Nervenschocker. Für heitere Abwechslung davon sorgt eine feine Screwball-Komödie und rundet das Programm zum Monatsende gefällig ab.


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"The Piano Player", D/GB/E/USA 2002. Regie: Jean-Pierre Roux. Darsteller: Christopher Lambert, Dennis Hopper. Format: 1,78:1 (16:9). FSK: 12 Jahre. Preis: 4,99 Euro

Weil er als Kind Zeuge des Mordes an seinen Eltern war, ist Alex Laney (Christopher Lambert) heute ein skrupelloser Bodyguard und Profikiller, der sich von der Welt verabschiedet hat. Doch nachdem er den nicht ganz lupenreinen Kronzeugen Robert Nile (Dennis Hopper) und dessen Tochter Erika (Diane Kruger) knapp vor einem Attentat retten kann, wacht er angeschossen in dem abgelegenen Heimatdorf seines Schützlings wieder auf. Während die drei dort in der Abgeschiedenheit mehr oder weniger ungewollt auf Selbsterfahrungsreise gehen, ist der alte Boss von Nile längst wieder auf freiem Fuß und hinter ihnen her.

Im September zeigte uns Christopher Lambert bereits mit dem Seuchenthriller "Absolon", wie tief man im Filmbusiness sinken kann, hier bekommt er traurige Unterstützung durch Alt-Star Dennis Hopper ("Easy Rider"). Vielleicht lag es ja auch nur an Lamberts Haus-und-Hof-Autor Brad Mirman, der seinem Schützling nicht nur in "Absolon" und "Piano Player" die Stichworte in den Mund legte, sondern auch schon die Story des unsäglichen "Highlander 3" verzapft hatte. Dabei gibt es in "Piano Player" durchaus tolle Momente und geniale Kamerafahrten, doch leider will das Ganze nicht zu einer stimmigen Soße einkochen. So kommen weder die zum Anfang umworbenen Actionfreunde auf ihre Kosten, noch die bis zum Ende bei der Stange gebliebenen Fans dramatischerer Stoffe.

Seit dem 16.10 im Handel.

Computer Bild

"Blade", USA 1998. Regie: Stephen Norrington. Darsteller: Wesley Snipes, Stephen Dorff. Format: 2,35:1 (16:9). FSK: 16 Jahre (stark gekürzt). Preis: 3,50 Euro

Ende der neunziger Jahre feierte das Publikum diese blutige Comicverfilmung mit seinem basaltartigen Helden als rasante Vampirfilmvariation im Stil eines Musikvideos. Hatte die Schmuddelfraktion ihren Kultstreifen in "From Dusk till Dawn" gefunden, gab's hier das Hochglanzangebot an die Stylisten, während nebenbei gleich die ganze Welt gerettet werden musste. Die ursprüngliche Version ist nicht jugendfrei, die vorliegende um so viele Szenen beschnitten, dass sie kaum noch als Appetithäppchen zu gebrauchen ist - zumal sie in dieser Form auch alle paar Monate im Fernsehen läuft.

Seit dem 15.10. im Handel, nächste Ausgabe am 29.10.

Homevision

"Das Geisterhaus", D/DK/P/USA 1993. Regie: Bille August. Darsteller: Meryl Streep, Jeremy Irons. FSK: 12 Jahre. Format: 2,35:1 (16:9). FSK: 12 Jahre. Preis: 4,99 Euro

Frisch nach dem Motto "was einmal klappt, klappt auch mehrmals" verteilt der WEKA-Verlag nun "Das Geisterhaus" in ähnlicher Weise wie "Jim Carroll" nacheinander mit seinen drei Beilegermagazin-Ausgaben – nur in anderer Reihenfolge. Immerhin gibt's bei der "Homevision" einen kleinen Preisvorteil von zwei Euro gegenüber der Veröffentlichung mit dem "PC Magazin" im September. Wer diese Ausgabe verpasst hat und mehr auf Computertechnik steht, kann sich den Film aber auch noch aus der aktuellen "PC Go" klauben. Ist dann aber wieder zwei Euro teurer.

Seit dem 12.10. im Handel, nächste Ausgabe am 09.11.

PC Action

"Gozu", JP 2003. Regie: Takashi Miike. Darsteller: Hideki Sone, Sho Aikawa. Format: 1,85:1 (16:9). FSK: 16. Preis 7,90 Euro

Der altgediente Yakuza-Gangster Ozaki (Sho Aikawa) fühlt sich nach einer langen Karriere von allen verfolgt und geht damit seinem Klan-Boss mächtig auf die Nerven. Prompt wird Ozakis Kumpan Minami (Hideki Sone) mit dessen stilgerechter Beseitigung beauftragt, was jedoch in einem Fiasko endet: Ozakis Leiche verschwindet und Minami erlebt in der abgelegenen Provinz die merkwürdigsten Abenteuer mit einem Haufen abgedrehter Freaks, bis er schließlich findet, wonach er eigentlich nie gesucht hat.

Mit seinen bizarren Phantasien katapultiert der japanische Kultregisseur Takashi Miike seine Zuschauer in rätselhafte Bilderwelten, die nach dem Urteil der "VideoWoche" eher etwas für aufgeschlossene Horrorfans und Cineasten sind als für Liebhaber gradliniger Storys. Letztere ist dabei sowie zweitrangig, denn es geht in erster Linie um die gnadenlose Darstellung von splatterhaften Gewaltideen und surrealen Träumen, die im ironischen Gesamtkunstwerk von Miikes "Yakuza Horror Theater" gipfeln. Was bleibt, ist ein wilder Ritt durch eine tabulose Groteske, deren größtes Wunder vor allem darin besteht, die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmindustrie hierzulande ungeschoren überstanden zu haben.

Erscheint am 24.10. im Handel.

TV Movie

"Running Scared", USA 2006. Regie: Wayne Kramer. Darsteller: Paul Walker, Cameron Bright. FSK: 16 Jahre. Format: 2,35:1 (16:9). Preis: 3,30 Euro

Mindestens ebenso hartgesottene Zuschauer erwartet der düstere, gewaltdurchtränkte Thriller aus dem Mafiamilieu der USA. Deutlich gradliniger erscheint uns die Story um den kleinen Gangster Joey Gazelle (Paul Walker), dessen Job darin besteht, Mordwaffen für die "Familie" verschwinden zu lassen. Zu seiner vermeintlichen Zukunftssicherung hortet er die heißen Kanonen jedoch im Keller seines Hauses, bis eines Tages der kleine Nachbarsjunge Oleg (Cameron Bright) damit auf den Neffen des russischen Mafiachefs ballert. Plötzlich hat Joey nur noch eine Chance, um zu überleben: Er muss vor allen anderen die Knarre wieder an sich bringen.

Eisenhart und rasant führt Wayne Kramer ("The Cooler") uns an der Seite seines Helden immer tiefer in eine unerbittliche Welt tödlicher Gewalt. Dabei würzt er seine ungewöhnlichen Bilder nicht nur mit kreativen Schnittideen, sondern schafft es auch, die Spannung bis zum überraschenden Ende stets auf knisterndem Niveau zu halten. Unter der tollen Crew erkennt man Gesichter wie Vera Farmiga oder Karel Roden aus ähnlich harten Streifen wieder ("15 Minuten"). Nur das Ende wirkt ein wenig aufgesetzt. Fazit: Interessantes Alternativprogramm für nervenstarke Krimifans.

Seit dem 19.10. im Handel, nächste Ausgabe am 02.11.

TV Movie Multimedia

"Im Bann des Jade Skorpions", USA 2001. Regie: Woody Allen. Darsteller: Woody Allen, Helen Hunt. FSK: 6 Jahre. Format: 1,85:1 (16:9). Preis: 3,90 Euro

Nach so viel Blut und Drama kann man sich mit Woody Allens feiner Verwechslungskomödie wieder in Form bringen. Wie so oft finden wir den herrlich alltagsabsurden Starregisseur als Darsteller an der Seite schöner, aber auch widerspenstiger Frauen. Diesmal spielt er den alt gedienten, vom Erfolg verwöhnten Versicherungsdetektiv C.W. Briggs, der durch einen Hypnotiseur zum unfreiwilligen Komplizen seiner grantigen Büromanagerin Betty Ann Fitzgerald (Helen Hunt) wird. Eigentlich will Betty Ann ihn wegrationalisieren, doch stattdessen rauben beide in Trance und somit willenlos ferngesteuert ihre eigenen Versicherungskunden aus. Das kann nicht lange gutgehen, erst recht nicht, wenn der große C.W. gegen sich selbst ermitteln muss.

Ganz in der Tradition der Screwball-Komödien aus den vierziger Jahren reißt der nie still stehende Woody Allen uns durch seine absurd-komischen Geschichten, wunderbar bissig unterstützt von Helen Hunt ("Besser geht's nicht"), die sich auch so manches Gefecht mit Dan Aykroyd ("Ghost Busters") als peinlichen Abteilungsleiter leistet. Abseits seiner tiefschürfenden Autorenfilme zieht Allen frisch und unbeschwert die Register wortgewandter Situationskomik und vergisst darüber nicht, die optisch passende Kulisse zum Leben zu erwecken. Das macht rundherum Spaß und ist deshalb unser Highlight der Woche.

Erscheint am 24.10. im Handel.

# # # # # # noch erhältliche Titel # # # # # # #

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"Hero", CN/HK 2002. Regie: Zhang Yimou. Darsteller: Jet Li, Chen Dao Ming. Format: 2,35:1 (16:9). FSK: 12 Jahre. Preis: 3,50 Euro

Zu chinesischen Geigenklängen wehen farbige Tücher zwischen anonymen Soldatenmassen und überirdischen Schwertkämpfern, die alle physikalischen Gesetze ignorieren: "Wuxia" nennt sich dieses Fantasy-Genre asiatischer Kampfkunstfilme, die um die Jahrtausendwende auch hierzulande immer beliebter wurden und das westliche Kino beeinflussten ("Matrix"). Kurz nach dem Welterfolg "Tiger & Dragon" konnte deshalb auch das Heldenepos des chinesischen Star-Regisseurs Zhang Yimou nicht nur kommerziell groß abräumen: ein ästhetisches Meisterwerk, dessen Bilder manchmal den Atem stocken lassen.

Nächste Ausgabe am 07.11.

Calgonit Waschmittel mit DVD

"Asterix und Obelix: Mission Kleopatra", D/F 2002. Regie: Alain Chabat. Darsteller: Christian Clavier, Géreard Depardieu. Format: 2,35:1 (16:9). FSK: 6 Jahre. Preis: unterschiedlich

Nach ihrer ersten Aktion im Frühjahr hat "The Licensing Agency" erneut eine Silberscheibe in die Packungen der Waschmittelmarke "Calgonit" eingetütet, obwohl bis heute noch Spülmittelkartons mit beigepackten "Ice Age"-DVDs in den Supermarktregalen zu finden sind. Vielleicht ist das ja der Grund dafür, dass der Kinofilm diesmal noch mit weiteren Produkten gebündelt wird.

Leider fehlt in dieser schön gemachten zweiten Realverfilmung des bekannten französischen Comics die Hakennase Gottfried John als Julius Caesar aus dem ersten Teil, doch dafür macht sich Ex-Model Monica Bellucci ganz hervorragend in ihren hautengen Kleopatra-Kostümen. Da kann man schon mal zugreifen - zumal wenn sowieso Nachschub für die Waschmaschine besorgt werden muss.

Bis Ende 2007 im Handel

Computer Bild Spiele Gold

"Godzilla: Final Wars", AUS/CN/J/USA 2004. Regie: Ryuhei Kitamura. Darsteller: Masahiro Matsuoka, Rei Kikukawa. Format: 2,35:1 (16:9). FSK: 16 Jahre. Preis: 4,99 Euro

Nach längerer Pause beglückt das Gamer-Magazin aus dem Hause Springer seine Leserschaft mit einem gelungenen Gemeinschaftswerk von gleich vier Pazifik-Anrainerstaaten - und dort lebt ja bekanntlich unser allerliebster Städtezertrampler Godzilla. Zum 50-jährigen Jubiläum des wohlig-trashigen Spektakels schickt man hier den in der Pubertät des Atomzeitalters zum Leben erweckten Dinosaurier mit der nunmehr 28. Filmversion bis auf Weiteres in den verdienten Ruhestand.

Noch bis 06.11. im Handel.

DVD Magazin

"Marquise - Die Rolle ihres Lebens", F/I/CH/E 1997. Regie: Véra Belmont. Darsteller: Sophie Marceau, Bernard Giraudeau. Format: 1,78:1 (16:9). FSK: 12 Jahre. Preis: 3,30 Euro

Als im 17. Jahrhundert die französische Monarchie noch in Prunk schwelgte, eroberte Moliéres "Illustres Theater" nach langem Provinzleben endlich die höfische Bühne des erst 20-jährigen Sonnenkönigs Ludwig XIV. In dieser Zeit spielt die fiktive Geschichte der Tänzerin Marquise (Sophie Marceau), die ihr Heil im Schauspiel sieht, aber von ihrem Chef Moliére (Bernard Giraudeau) missachtet wird. Fazit: Mitunter zu leichtfüßiges Stück, dass sich trotz vieler interessanter Charaktere in aufwändigen Kostümen etwas in die Länge zieht.

Nächste Ausgabe am 08.11.

fotolife(PC Magazin)

"Five Corners", GB/USA 1987. Regie: Tony Bill. Darsteller: Jodie Foster, John Turturro. Format: 1,85:1 (16:9). FSK: 16 Jahre. Preis: 4,99 Euro

Linda (Jodie Foster) wurde vor Jahren von Heinz (John Turturro) fast vergewaltigt. Jetzt ist er aus dem Gefängnis entlassen und Linda sucht verängstigt erneut Hilfe bei dem Mann, der sie einst vor ihm gerettet hat. Doch Harry (Tim Robbins) hat jeglicher Gewalt abgeschworen. Es kommt zu einer bösen Begegnung mit dem durchgeknallten Heinz, bei der übrigens zwei Pinguine eine blutige Rolle spielen. Bis es soweit ist, begleiten wir unsere Helden eine ganze Weile durch die Bronx von 1964, begegnen einem kunterbunten Mix merkwürdiger Gestalten, die ebenso merkwürdige Dinge tun. Irgendwann wird Linda dann von Heinz entführt und es wird noch einmal richtig spannend.

Nächste Ausgabe im Januar.

PCgo

"Das Geisterhaus", D/DK/P/USA 1993. Regie: Bille August. Darsteller: Meryl Streep, Jeremy Irons. FSK: 12 Jahre. Format: 2,35:1 (16:9). FSK: 12 Jahre. und "Die Bergung der Kursk", Discovery Geschichte No. 20. Preis: 6,99 Euro

Wie so oft übernimmt die "PCgo" den Filmbeileger ihres Schwestermagazins vom Vormonat und ergänzt das fiktive Melodram mit der Dokumentation des leider wahren Dramas über die Bergung des im August 2000 gesunkenen russischen Atom-U-Boots "Kursk".

Nächste Ausgabe am 02.11.

PC Magazin

"Jim Carroll", USA 1995. Regie: Scott Kalvert. Darsteller: Leonardo DiCaprio, Lorraine Bracco. Format: 1,78:1 (16:9). FSK: 12 Jahre. Preis: 6,99 Euro

Das "PC Magazin" recycelt seinerseits den Filmbeileger der "PCgo" vom Vormonat. Damit setzt das relativ frühe DiCaprio-Werk seinen Marsch durch den deutschen Blätterwald fort. Noch gibt es zwar Filme, die der Presse öfter als kostenlose DVD beigelegt werden, aber "Jim Carolls" derzeitiger Run ist schon rekordverdächtig: Der Film ist jetzt bereits zum dritten Mal in Folge in irgendwelchen Magazinen zu finden.

Nächste Ausgabe am 02.11.

SFT

"J.S.A. - Joint Security Area", KR 2000. Regie: Park Chan-wook. Darsteller: Song Kang-ho, Lee Yeong-aeh. Format: 2,47:1 (16:9). FSK: 16 Jahre und "The Dark Side of the Moon", USA 1990. Regie: D. J. Webster. Darsteller: Will Bledsoe, Alan Blumefeld. Format: 1,33:1 (4:3). FSK: 16 Jahre. Preis: 3,50 Euro

In letzter Zeit lohnt es sich für Schnäppchenjäger immer öfter, auf die "SFT" zu warten, da der Computec-Verlag hier DVD-Beileger aus teureren Verlagsprodukten oft noch einmal verwertet. Auch diesmal wurde wieder eine nettes Doppelpack auf der Scheibe des Multimediamagazins geschnürt: Von der letzten "Widescreen-Premium" findet sich der sehenswerte koreanische Politthriller "J.S.A." neben dem Science-Fiction-Horror-Drama "The Dark Side of the Moon", das zusammen mit diversen "Widescreen"-Ausgaben bereits mehrfach auf Beilegern aus dem Hause Computec kursierte.

Nächste Ausgabe am 31.10.

Widescreen

"Imposter", USA 2002. Regie: Gary Fleder. Darsteller: Gary Sinise, Madeleine Stowe. Format: 1,85:1 (16:9). FSK: 16 Jahre. und "Glauben ist alles", USA 1990. Regie: Edward Norton. Darsteller: Ben Stiller, Jenna Elfman. Format: 1,85:1 (16:9). FSK: 6 Jahre. Preis: 5.90 Euro

Die außerirdischen "Centauri" greifen seit Jahren die Erde an und der Ingenieur Spencer Olham (Gary Sinise) soll diesen Krieg mit einer Superwaffe beenden. Doch plötzlich wird er verdächtigt, ein geklonter Selbstmordattentäter der Centauri zu sein, und er muss in den ungesicherten Armenvierteln der Vorstadt untertauchen. Ständig auf der Flucht versucht er dahinter zu kommen, wer er wirklich ist. Fazit: Interessanter Leckerbissen aus der Feder des berühmten Science-Fiction-Autors Philip K. Dick ("Blade Runner").

Als extremer Kontrast findet sich daneben die exklusiv besetzte und handwerklich lupenreine Romantik-Komödie "Glauben ist alles", in der wir uns in das Thema "Rabbi und Priester sind beste Freunde und verlieben sich beide in die gleiche Frau" einfinden dürfen. Leider wurden einige schärfere Szenen entfernt, die man als Zugabe immerhin auf der Original-DVD fand. So bleibt am Ende ein größtenteils harmloser, aber netter Film fürs Hemden-Bügeln übrig, der zwar niemandem aus den Schuhen haut, aber immerhin an den entscheidenden Stellen die Kurve kriegt..

Nächste Ausgabe am 07.11.

Widescreen Premium

"The Reckoning", GB 2004. Regie: Paul McGuigan. Darsteller: Paul Bettany, Willem Dafoe. Format: 2,35:1 (16:9). FSK: 12 Jahre sowie "Layover" (USA 2001) und "The Dark Side of the Moon" (USA 1990) von der Widescreen-Septemberausgabe. Preis: 9.99 Euro

Der Bonusfilm "Reckoning" auf der "Premium"-Version des Multimediamagazins spielt diesmal im England des 14. Jahrhunderts. In einem Dorf erlebt eine Schauspielertruppe die Verurteilung einer Mörderin mit und beschließt entgegen aller Tradition, ihr Erlebnis auf die Theaterbühne zu bringen. Bei ihren Recherchen begeben die Künstler sich jedoch selbst in tödliche Gefahr. Heraus kommt eine nach Barry Unsworths Buchvorlage "Morality Play" vor toller Kulisse inszenierte Parabel über menschliche Schwächen, die dank Routiniers wie Willem Dafoe ("Platoon") jederzeit ihre Bodenhaftung bewahrt.

Nächste Ausgabe am 05.12.

Widescreen Sonderheft Science Fiction

"Dark Star", USA 1973. Regie: John Carpenter. Darsteller: Brian Nerelle, Cal Kuniholm. Format: 1,85:1 (16:9). FSK: 6 Jahre und "RoboCop 4 - Law & Order", CDN 1994. Regie: Paul Lynch. Darsteller: Richard Eden, Yvette Nipar. Format: 1,33:1 (4:3). FSK: 16 Jahre. Preis: 9.99 Euro

Neben dem kultigen Science-Fiction-Klassiker "Dark Star" von John Carpenter gibt es mit "RoboCop 4" einen mit 90 Minuten zumindest zeitlich knapp an die drei vollwertigen Kinofilme heranreichenden Zusammenschnitt aus mehreren Episoden der gleichnamigen US-TV-Serie, die jedem Genre-Fan ein Begriff sein dürfte. Wieder einmal sorgt der im Roboterkleid auferstandene Polizist Alex Murphy (Richard Eden) zusammen mit seiner Partnerin Lisa (Yvette Nipar) für Recht und Ordnung, was allerdings lange nicht so effektvoll rüberkommt, wie es Paul Verhoeven in der Erstverfilmung von 1987 vorgemacht hat.

Bis Ende 2007 im Handel.



insgesamt 431 Beiträge
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Seite 1
christian simons 14.06.2005
1.
Der größte Segen der DVD besteht für mich nicht in der oft brillianten Bild und Tonqualität, den vielen Extras und den sorgfältig restaurierten, originalgetreuen Fassungen der Filme. Nein, es ist die Sprachauswahl die mich immer wieder beglückt. Vor ca. zehn Jahren mußte ich noch, um Filme im Original geniessen zu können, ins sechzig Kilometer entfernte Landstuhl fahren, auf halblegalen Wegen britisches Pay-TV ordern oder überteuerte Videos aus dem Ausland importieren. Die einzigen Haare in der Suppe sind für mich nur noch deutsche DVD-Editionen, wie zB "Magnolia" und "Pulp Fiction", bei denen man die Zwangsuntertitelung nicht ausschalten kann. Dazu noch ein Videobeamer und eine Dolby Surround-Anlage, die heutzutage auch nicht mehr die Welt kosten, und man kommt dem Kino-Erlebnis zu Hause sehr sehr nahe. Ich meine, die Filmtheater haben Grund sich Sorgen zu machen. BTW, Meine DVDs (http://www.intervocative.com/dvdcollection.aspx/Garak)
prefec2 14.06.2005
2. Das Kino?
Die sogenannten großen Blockbuster sollen nun also auch zeitgleich auf DVD und im Fernsehen zu haben sein. Das soll (mal wieder) das Ende des Kinos sein. Ich denke das wird (wieder) nicht eintreten. Un das hat ganz einfache Gründe. 1. Es gibt Filme, die egal wie gross die Leinwand ist, zuhause nicht gut rüberkommen. Das hat auch nichts mit dem Sound in 5D-Quattro Surround Dolby Qäck zu tun. Es geht hier um Atmosphäre. 2. Das Autorenkino oder andere schöne Kleinode werden auch weiterhin vom Publikum im Kino bevorzugt. Nur eine Sorte von Kino wird in Zukunft seine Schwierigkeiten haben. Das sind diese Cinemaxx-/Mutliplex-Volx-Kinos, welche Hollywood Weichware an die Wand werfen, welche Handlungsfrei ist. Dieser Personenkreis ist sowieso in "Geiz ist Geil"- und "konsumieren noch viel geiler"-Stimmung. Die werden dann lieber "Zapp das Monster 5" oder "Batman 500" zuhause ansehen, wo die Cola nur 50 cent kostet und das Popcorn aus der Microwelle kommt. Man könnte es auch einfach so sagen. Konsumkino hat mit dieser neuen Vertiebsform seine Probleme. Ein ordentliches Progammkino indes nicht. Oder noch drastischer. Unterschichtenkino wird darunter leiden.
DJ Doena 14.06.2005
3.
---Zitat von christian simons--- Meine DVDs (http://www.intervocative.com/dvdcollection.aspx/Garak) ---Zitatende--- Mist, deiner is länger wie meiner (http://www.intervocative.com/dvdcollection.aspx/DJ%20Doena) Bei mir sind es mehrere Gründe: O-Ton ist einer, die Soundqualität ein anderer, neulich bei Star Wars 3 wieder Quatscher im Publikum gehabt und die Boxen haben gedröhnt. Ausserdem kostet ein Kinobesuch in Offenbach 11€ (7,50€ Karte, 3,30€ Fahrkarte), nach 3 Monaten bekommt man die DVD für 15€. Zu empfehlen ist auch dieser Thread hier: http://www.areadvd.de/vb/showthread.php?s=&goto=lastpost&threadid=22637 Ausserdem bekomme ich auf DVD das zu sehen, was im Kino fehlt, z.B. bei der Herr der Ringe SEE, die je Film(!) 35 bis 50 Minuten länger ist, als die Kinofassung
christian simons 14.06.2005
4.
---Zitat von DJ Doena--- Mist, deiner is länger wie meiner (http://www.intervocative.com/dvdcollection.aspx/DJ%20Doena) ---Zitatende--- Das scheint nach oberflächlicher Durchsicht daran zu liegen, dass es für mich auch schon vor 1980 gute Filme gegeben hat. *evil grin*
DJ Doena 14.06.2005
5.
---Zitat von christian simons--- Das scheint nach oberflächlicher Durchsicht daran zu liegen, dass es für mich auch schon vor 1980 gute Filme gegeben hat. *evil grin* ---Zitatende--- Vor 1980 gab es Filme?! *bauklötze staun*
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