HD-Videos Kopierschutzlücke gestopft

Hochauflösende Filme sind wieder sicher. Die Organisation, welche den Kopierschutz von HD DVDs und Blu-ray-Discs verwaltet, gibt an, die von Hackern entdeckte Lücke geschlossen zu haben. Anwender der betroffenen Software kommen um ein Update nicht herum.


Besonders schnell kam die Antwort der Industrie nicht. Wochenlang konnten Film-Fans aus aller Welt mit relativ einfachen Mitteln hochauflösende Videos von HD DVDs und Blu-ray-Discs auslesen und kopieren. Damit soll es nun vorbei sein.

Messebesucher vor Bildschirmen auf denen Blu-ray und HD DVD-Filme zu sehen sind: Der Kopierschutz für hochaufgelöste Filme soll wieder sicher sein - vorerst
REUTERS

Messebesucher vor Bildschirmen auf denen Blu-ray und HD DVD-Filme zu sehen sind: Der Kopierschutz für hochaufgelöste Filme soll wieder sicher sein - vorerst

Die Sicherheitslücke sei gestopft, heißt es heute aus dem Hauptquartier der Advanced Access Content System Licensing Administrator LLC (AACS LA). Diese Organisation, betrieben von verschiedenen Hard- und Softwareherstellern sowie einigen großen Filmstudios, ist für den AACS genannten Kopierschutz der hochauflösenden Videoscheiben zuständig.

Ursprünglich als extrem sicher gepriesen, wurde das System bereits im Januar als gehackt gemeldet. Tüftler hatten einen Weg gefunden, die Abspielsoftware bei der Übergabe der Kopierschutz-Schlüssel zu belauschen. Mit den so erbeuteten Schlüsseln konnten die Filme problemlos ausgelesen und weitergegeben werden.

Gemeinsam mit den relevanten Software-Herstellern habe man Maßnahmen nun ergriffen, so heißt es seitens der AACS LA, die von Hackern kompromittierten Schlüssel ungültig zu machen.

Durch die von der AACS LA ergriffenen Maßnahmen soll es unmöglich werden neue HD-Filme mit Software abzuspielen, die anfällig für die bisherigen Hacks ist. Stattdessen müssen Anwender von Programmen wie etwa Intervideos WinDVD8 ein Update durchführen, das ihre Software auf den neusten Stand bringt und die von der AACS LA neu eingeführten Kopierschutzmaßnahmen unterstützt.

Damit gibt die Filmindustrie den Ball an die Hacker zurück. Die werden jetzt natürlich nichts unversucht lassen, um auch den verbesserten Kopierschutz zu knacken. Wann ihnen das gelingen wird, dürfte nur eine Frage der Zeit sein.

mak



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