Powerline Netzwerk aus der Steckdose

Das heimische Stromnetz lässt sich als Alternative zu Netzwerkkabeln nutzen. Die einst umstrittene Technik hat sich durchgesetzt, ist nicht billig, aber bequem. Allerdings hängt die Leistung von der Leitungsführung ab.


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Powerline-Adapter von Devolo (links) und Zyxel: Stecker-Module, die direkt mit dem netzwerkkabel verbunden werden, konkurrieren mit Desktop-Geräten, die an Modems erinnern

Powerline-Adapter von Devolo (links) und Zyxel: Stecker-Module, die direkt mit dem netzwerkkabel verbunden werden, konkurrieren mit Desktop-Geräten, die an Modems erinnern

Für die Datenübertragung übers heimische Stromnetz gibt es gleich mehrere Verfahren. So setzen japanische Firmen wie Panasonic auf die Standards des Gremiums CEPCA (Consumer Electronics Powerline Communications Alliance, www.cepca.org). Einige US-Hersteller wie Netgear, DS2 oder Corinex bevorzugen die Variante UPA (Universal Powerline Association, www.upaplc.org). Und europäische Anbieter wie Devolo oder Philips haben sich für die Technik der Homeplug Powerline Alliance ( www. homeplug.org) entschieden. Wichtig für Kaufinteressenten: Setzen Sie nur einheitlich Adapter mit einer dieser Technologien ein, weil Produkte aus unterschiedlichen Standard-Familien nicht zusammenarbeiten.

Doch auch innerhalb einer Technologie wie Homeplug gibt es unterschiedliche Varianten: Zwar lassen sich Adapter nach den verschiedenen Entwicklungsstufen Homeplug 1.0 (max. 14 MBit/s), dLAN (85 MBit/s) und Homeplug AV (bis zu 200 MBit/s) gemeinsam im gleichen Stromnetz anschließen. Doch die Adapter erkennen jeweils nur Gegenstücke, die nach demselben Standard arbeiten.

Wer heute in die Vernetzung via Stromkabel einsteigt, sollte zum neuesten Standard Homeplug AV greifen, der die höchsten Datendurchsätze bietet. Eine Verschlüsselung der Datenpakete mit einem gemeinsamen Code sorgt bei allen Homeplug-Varianten dafür, dass sich nur berechtigte Adapter ins Strom- Datennetz einklinken können.

Allerdings hängt die tatsächlich erzielbare Datenrate von der Leitungsführung der Stromkabel ab. Unter ungünstigen Bedingungen bleiben von den versprochenen bis zu 200 MBit/s vielleicht nur 2 bis 10 MBit/s übrig. Im Idealfall sollten Sie die Powerline-Übertragung in Ihren vier Wänden vor dem Kauf ausprobieren. Detailfragen zur Technologie beantwortet Devolo im Support-Bereich seiner Webseite www.devolo.de.


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