Zwischen Fun und Frust Medien-Streaming ins Wohnzimmer

Sie wollen Filme, Fotos und Musik von der Festplatte auf dem Fernseher oder der Stereoanlage abspielen? Das, verspricht die Industrie, gehe heute ganz einfach und ohne PC - Streaming macht's möglich. Wir haben ausprobiert, wie leicht das wirklich ist.

Von Jörg Donner


Wenn es um Mediendateien geht, sind die meisten von uns anscheinend noch immer Jäger und Sammler. Auf den Festplatten unserer Rechner häufen sich Tausende Lieder im MP3-Format, stapeln sich Gigabytes an Digitalfotos, lagern diverse Videofilme, Aufnahmen des digitalen Videorecorders und Backup-Dateien von DVDs.

Damit liegen die meisten Mediendateien am falschen Ort, denn eigentlich hätten wir sie viel lieber im Wohnzimmer. Kein Problem, sagt die Industrie, dafür gibt es ja den sogenannten Streaming Client, der die Mediendaten auf den Fernseher beziehungsweise die Stereoanlage bringt. Nur: Welcher ist der Richtige?

Die Beschreibungen der Hersteller klingen vielversprechend: "Einfach" soll es gehen, "ohne verzwickte Einstellungen am Netzwerk". Die Geräte besitzen angeblich die "feinsten technischen Raffinessen" und geben "sämtliche Mediendateitypen auf dem Fernsehgerät wieder". Die Angebotspalette ist nahezu unüberschaubar, die Unterschiede für Laien kaum auszumachen. Entsprechend groß ist dann die Enttäuschung, wenn das neue Gerät bei Dateien den Dienst versagt oder Anschlussmöglichkeiten fehlen.

Die Testgeräte

Wir haben sieben Geräte unter die Lupe genommen, die etwa denselben Funktionsumfang haben. Grundlage der Auswahl waren vor allem drei Kriterien: Die Clients sollten netzwerkfähig sein, das heißt über das Netzwerk Daten von externen Quellen empfangen können (beispielsweise von Netzwerkfestplatten). Voraussetzung war außerdem, dass die Geräte per HDMI-Schnittstelle Daten in voller High-Definition-Auflösung (1080 Zeilen) auf den Fernseher bringen. Und die Geräte sollten möglichst viele Audio- und Videoformate unterstützen.

In die Auswahl gelangten auf diese Art folgende Streaming Clients:

  • Der Popcorn Hour A110 von Syabas Technology (ab 235 Euro)
  • der TViX M-7000A von DViCO (ab 390 Euro)
  • der Networked Media Player PX-MX500L von Plextor (ab 240 Euro)
  • die MediaStation Pro von Verbatim (ab 199 Euro)
  • die ScreenPlay Pro HD von Iomega (ab 180 Euro)
  • der Movie Cube S800 vom Emtec (ab 270 Euro)
  • der Digital Entertainer EVA 8000 von Netgear (ab 160 Euro).

Die Liste der Geräte mit den geforderten Eigenschaften ist damit keineswegs vollständig. Allerdings basieren viele andere Clients auf ähnlicher Hardware und/oder Software wie die genannten.

Auf die Möglichkeiten der einzelnen Geräte gehen wir in der umfangreichen Bildergalerie ein.

Welche Probleme treten auf? Welche Anforderungen stellt die Technik an Sie und Ihre technische Ausrüstung? SPIEGEL ONLINE beantwortet die Fragen.



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