Apple Music, Maps, TV+ Stundenlange Störung bei mehreren Apple-Diensten

Keine Musik, keine Navigation, keine Videostreams – eine ganze Reihe von Apples Onlinediensten ist mehr als zwei Stunden lang ausgefallen. Nutzerinnen und Nutzer reagierten irritiert.
Apple-Logo (Symbolbild)

Apple-Logo (Symbolbild)

Foto: Getty Images

Mehrere wichtige Onlinedienste von Apple hatten am Montag mit einer Störung zu kämpfen. Laut der Systemstatus-Seite des iPhone-Konzerns fielen am Abend europäischer Zeit unter anderem der App-Store, die Streaming-Dienste Apple Music und Apple TV+ sowie die Podcast-Plattform und der iTunes Store für Downloads verschiedener Inhalte aus. Erst mehr als zwei Stunden nach den ersten Nutzer-Meldungen war die Störung behoben.

Zu möglichen Ursachen gab es zunächst keine offiziellen Informationen. Nach Informationen des Finanzdienstes Bloomberg erklärte Apple die Störung intern mit DNS-Problemen. Die DNS-Systeme (Domain Name System) sorgen dafür, dass Computer mit Web-Adressen verbunden werden. Fehler bei der DNS-Konfiguration sind oft Auslöser von Störungen.

Bloomberg zufolge waren auch interne Systeme bei Apple gestört. Das heißt, dass auch Beschäftigte des Konzerns zum Teil nicht arbeiten konnten.

»Find My« kann nicht gefunden werden

Nutzerinnen und Nutzer reagierten teilweise irritiert auf die Störung, weil sich Geräte fehlerhaft verhielten, ohne dass eine Erklärung sofort ersichtlich war – etwa wenn Musikstreaming-Geräte meldeten, nicht mit dem Internet verbunden zu sein. Auf der Systemstatus-Seite des Konzerns können Nutzer den aktuellen Stand einsehen . Demnach waren gegen 19.30 Uhr unter anderem noch Dienste wie der Kartendienst Apple Maps oder der Kalenderabgleich gestört sowie die Funktion »Find My«, mit der man etwa gestohlene Geräte orten kann.

An sich stehen die Apple-Cloud-Dienste im Ruf, zwar nicht die allerschnellsten, aber generell zuverlässig zu sein. Daher hat der umfassende Ausfall für Aufsehen gesorgt, etwa unter dem Twitter-Hashtag #AppleOutage.

Die Servicesparte, zu der prominent die Cloud-Dienste zählen, sorgt bei Apple seit Jahren für einen immer größeren Anteil des Gesamtgeschäfts. Der Konzern nutzt bei Serverdiensten teils auch die Server von Wettbewerbern, etwa Amazon Web Services (AWS).

mamk/aar/dpa

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