Ab Juli Datenstrom aus der Steckdose

Das Web aus der Steckdose, ultraschnell, billig und ständig verfügbar: Darauf warten Deutschlands Surfer seit Jahren. Im Juli, versprechen Ascom und RWE, soll es losgehen.


[M] DPA

Bern - Die Schweizer Firma Ascom Powerline Communications hat mit der deutschen RWE Powerline GmbH in Essen einen langfristigen Liefervertrag abgeschlossen. Sie liefert Modems und Netzwerk-Managementsysteme für den Internetzugang an der Steckdose. Der Vertrag beläuft sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag.

Die Powerline-Technik soll Daten mit bis zu zwei Megabit pro Sekunde und damit um ein Vielfaches schneller als ISDN übertragen. Der Kunde kann dann an jeder Steckdose im Haus auf das Internet zugreifen. Eine zusätzliche Verkabelung des Gebäudes mit Kommunikationsleitungen ist nicht mehr erforderlich. Der Highspeed-Internetzugang ist außerdem ständig verfügbar, ohne dass sich der Anwender in ein Netz einwählen muss.

Ascom-Konzernchef Urs Fischer sprach am Dienstag von einem Meilenstein für sein Unternehmen, um die technologische Marktführerschaft in diesem Bereich weiter auszubauen. Für den Vorstandsvorsitzenden der RWE Plus, Manfred Remmel, sind mit dem Vertrag die Voraussetzungen für den Marktstart der Powerline-Technologie in ihrem Netzgebiet geschaffen worden.

RWE Powerline ist am 1. Juli 2000 als eine Tochtergesellschaft der RWE Plus AG, einem der größten Energieversorger Deutschlands, gegründet worden. Der Internet-Zugang mit Powerline wird seit mehreren Monaten in Essen in mehr als 200 Haushalten getestet.

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