Apple-Chef Steve Jobs leidet an Hormonstörung

Seit Wochen kursieren Gerüchte über den Gesundheitszustand von Steve Jobs - jetzt hat der Apple-Chef eine Erklärung in eigener Sache abgegeben: Er sei nicht wegen einer neuerlichen Krebserkrankung so stark abgemagert, sondern aufgrund einer Hormonstörung.


New York/Cupertino - Apple-Chef Jobs erklärte, er müsse sich lediglich einer "relativ einfachen" Behandlung unterziehen. Seine Führungsposition bei Apple werde er behalten. "Ein Hormon-Ungleichgewicht hat meinem Körper die Proteine geraubt, die er braucht, um gesund zu sein", erklärte Jobs schriftlich. "Ausgefeilte Bluttests" hätten diese Diagnose nun bestätigt.

Abgemagerter Jobs (Juni 2008): "Problem mit der Nährstoffversorgung"
DPA

Abgemagerter Jobs (Juni 2008): "Problem mit der Nährstoffversorgung"

Die Gerüchte über den Gesundheitszustand von Jobs hatten sich in den vergangenen Wochen verstärkt, nachdem Apple angekündigt hatte, Jobs werde nicht wie üblich die Eröffnungsrede bei der Apple-Messe Macworld halten.

Philip Schiller, der Marketingleiter des Unternehmens, wird die Ansprache, die üblicherweise auch Produktvorstellungen enthält, am morgigen Dienstag an Jobs' Stelle halten. Die Gerüchte hatten mehrere Male auch den Börsenkurs von Apple Inc. deutlich sinken lassen - Jobs gilt als Garant für den Erfolg des Unternehmens. Als Reaktion auf heutige Nachricht legte die Apple-Aktie an der New Yorker Börse rund vier Prozent zu. Börsianer werteten das als ein Ende der Spekulationen um Jobs.

Der Unternehmensgründer war vor etwas mehr als vier Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt, hatte die Erkrankung aber eigenen Angaben zufolge überwunden.

Sein deutlich sichtbarer Gewichtsverlust im vergangenen Jahr hatte die Gerüchte über einen neuerlichen Ausbruch befördert. Nun erklärte Jobs, es handele sich lediglich um ein "Problem mit der Nährstoffversorgung", er habe mit der Behandlung bereits begonnen. Diese werde sich aber einige Zeit hinziehen: Er habe all das Gewicht ja auch nicht "in einer Woche oder einem Monat verloren", so Jobs, entsprechend erwarteten seine Ärzte, dass es "mindestens bis zum späten Frühjahr dauern wird, bis ich es wiedererlangt habe".

Das Unternehmen Apple veröffentlichte flankierend eine Stellungnahme: "Apple hat viel Glück, Steve als Führungskraft und CEO zu haben, und er verdient unsere volle und standhafte Unterstützung." Die werde er von Apple und seinem Vorstand auch definitiv bekommen.

Jobs betonte in dem Brief, er werde weiter als Apple-Chef zur Verfügung stehen. "Ich werde der erste sein, der zurücktritt und das Direktorium informiert, wenn ich nicht länger meine Aufgaben als Apple-Chef erfüllen kann."

cis/kaz/AP



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