Billigrechner im Test Mac-Klon röhrt und klappert

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2. Teil: Qualität


Wohl auch, um möglichst positive Testergebnisse zu bekommen, wurde nicht die zu einem Preis von 399 Dollar beworbene Standardkonfiguration des Open Computer an die Tester verschickt, sondern eine deutlich aufgewertete Variante mit zusätzlicher Grafikkarte und mehr Speicher.

Preisliste: So viel würde der Open Computer als Selbstbau kosten

Komponente günstigster Preis*
Gehäuse
Asus TA-210
34,90
Netzteil
Sharkoon SHA350-8P
23,76
Hauptplatine
GigaByte GA-G31M-S2L
43,57
Prozessor
Intel Core 2 Duo E4500
88,70
Arbeitsspeicher
2 GB DDR2-667
26,16
Festplatte
Samsung HD250HJ 250 GB
35,53
DVD-Brenner
LG GH-20NS10
23,19
Gesamtkosten 275,81

*die günstigsten Preise laut Geizhals.at, Stand 2.5.2008

Doch schon die Grundversion ist eigentlich ein Schnäppchen. Versucht man das Gerät mit Bauteilen aus dem Online-Versand nachzubauen, kommt man auf einen Preis von etwa 275 Euro. Das entspricht rund 425 Dollar. Der Klon ist also selbst als PC noch ein gutes Angebot. Um allerdings auf diesen Preis zu kommen, muss sich der Hersteller stets aus dem unteren Regal, also der Billigabteilung, bedienen. Zumindest Mainboard, Festplatte und Prozessor sind jedoch Markenartikel.

Über ein womöglich klapperndes Gehäuse oder ähnliche Baufehler beschwerte sich keiner der Tester. Lediglich das vehemente Lüftergeräusch machte allen zu schaffen. Man kann das verstehen, denn sofern man den Videos von dem Rechner trauen kann, sind die Lüfter nicht nur laut, sondern erzeugen überdies ein nervig sägendes Geräusch, dass typisch für Billig-Propeller ist.

Fazit: An der Hardware-Zusammenstellung des Psystar-Macs ist nicht viel auszusetzen. Man bekommt, was man bezahlt. Und das ist bei einem Preis von 399 Dollar eben kein Highend-Material.



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