Billigrechner im Test Mac-Klon röhrt und klappert

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3. Teil: Software


Verglichen mit dem Lieferumfang des Originals ist die Softwareausstattung ausgesprochen karg. Bei Psystar bekommt man das Betriebssystem mit den dazugehörenden Programmen, mehr nicht. Apple hingegen legt seinen Macs stets das Programmpaket iLife bei. Darin enthalten sind beispielsweise das Bildverwaltungsprogramm iPhoto, die Videoschnittsoftware iMovie, das Musikprogramm Garageband sowie iDV, mit dem man ohne Vorkenntnisse eigene Video-DVDs basteln kann. Will man den Open Computer mit iLife aufrüsten, werden dafür freilich zusätzlich 79 Euro fällig.

Immerhin aber stehen solchen Software-Upgrades offenbar keine Kompatibilitätsprobleme im Weg. So berichten die Tester von Cnet, sie hätten diverse Applikationen, darunter das 3D-Spiel Quake, die Bildbearbeitung Photoshop und das 3D-Testprogramm Cinebench erfolgreich auf dem Rechner laufen lassen. Auch das Zusammenspiel mit einem iPod und dem iTunes Store habe fehlerlos funktioniert. Selbst Apples Mediacenter-Software Frontrow versah klaglos ihren Dienst. Leider nützt das nichts, weil der Psystar-Mac kein Infrarotauge für eine Fernbedienung besitzt.

Fazit: Der Wegfall der üblichen Apple-Softwarebeigaben schmerzt erfahrene Apple-User besonders. Sie müssen den Aufpreis von 79 Dollar für iLife einkalkulieren. Ansonsten aber gibt sich der Klon genügsam, verweigert keiner Mac-Software die Unterstützung - sofern sie auch auf Intel-Macs läuft.



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