Cebit 2008 Robo-Dinos und Atomprozessoren

Heute ist der Tag der großen Festreden, morgen öffnet die Messe ihre Tore, und endlich zeigen erste Hersteller, was sie mit nach Hannover gebracht haben. Denn Business-Messe hin oder her, das Publikum ist vor allem an Innovationen interessiert - und die wird es zu sehen bekommen.


Viel mehr als ein "alles wird besser, schneller, größer" erwartet man kaum noch von einer IT-Messe. Trotzdem bleiben Ereignisse wie die Cebit für die Fans technischer Geräte faszinierend - denn mitunter ist die bloße Verbesserung bestehender Gerätekonzepte schon eine ganze Menge.

Augen auf: Ab Dienstag schaut die IT-Welt nach Hannover. Die Messebauer vor Ort legen derzeit letzte Hand an
DDP

Augen auf: Ab Dienstag schaut die IT-Welt nach Hannover. Die Messebauer vor Ort legen derzeit letzte Hand an

Das zeigen auch die ersten neuen Produkte, die von verschiedenen Herstellern nun erst im unmittelbaren Vorfeld der Cebit gezeigt werden. Denn viel mehr als in den letzten Jahren mauerte die Branche kräftig und sparte sich ihr Produktfeuerwerk für die Messetage selbst auf. Offensichtlich haben sich viele Hersteller ein Beispiel an den Ober-Geheimniskrämern von Apple genommen: Die führen jedes Jahr aufs Neue vor, dass man mit wenigen Produkten tagelang Schlagzeilen produzieren kann, wenn man sie nur als echte Überraschungen serviert.

So sind es bisher auch nur wenige Unternehmen, die sich vorab ein wenig in die Karten schauen lassen. Letztlich sind auch die alles andere als schlecht beraten, denn ab Dienstag, wenn die Messe ihre Tore öffnet, werden viele Neuvorstellungen und Nachrichten auch in der Flut der Veröffentlichungen untergehen.

Wir haben einige der bermerkenswertesten, mitunter auch skurrilsten Produkte herausgesucht, die ab morgen in Hannover ihr Publikum suchen werden: Kaufen kann man wie immer nichts auf der Cebit. Als Business-Messe dient sie vor allem dem Händlerkontakt. Doch wie immer ist das öffentliche Schaulaufen der Entwickler auch ein Test, was nun in der Öffentlichkeit wirklich ankommt - und darum vielleicht auch Kunden finden wird. Produkte, die hier nicht bestehen, verschwinden in der Versenkung.

Samsung Syncmaster 2263DX

Dem Syncmaster 2263DX wird das wohl nicht passieren. Das edle, 22 Zoll große Display (1.680 x 1.050 Pixel) kommt hier zwar ganz seriös daher, ist letztlich aber ein Angebot für Kommunikationsfreaks und Netzwerkspieler. Der kleine 7-Zoll-Seitenbildschirm kann an verschiendenen Punkten angebracht werden und wird wohl vornehmlich dem kommunikativen "Ping" dienen: Während auf dem großen Display gearbeitet, wahrscheinlich aber auch gespielt wird, darf auf dem Nebenbildschirmchen der Kommunikation per Messenger oder Chat gefrönt werden. Der Hauptbildschirm verfügt nicht nur über eine HDMI-Schnittstelle, sondern auch über eine 2-Megapixel-Webcam. Auf den Markt kommt das Schmuckstück noch diesen Monat, der deutsche Preis steht noch nicht fest: In den USA kostet der Flachmann rund 500 Dollar.

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