Drahtloses Netz Fünf Anbieter kaufen Wimax-Frequenzen

Fünf Unternehmen haben Frequenzen für die drahtlose Internet-Technologie Wimax ersteigert. Seit Dienstag lief die Auktion für die Frequenzen, die das schnelle Netz in Deutschland aufs flache Land bringen sollen. Viele Frequenzpakete blieben allerding liegen.


Nach einem mehrtägigen Bietergefecht erhielten die luxemburgische Clearwire Europe sowie die deutschen Firmen Deutsche Breitband Dienste (DBD) und Inquam Broadband jeweils Frequenzen für die gesamte Bundesrepublik. Regionale Frequenzen in Nieder- und Oberbayern ersteigerten die italienische MGM Productions sowie das deutsche Unternehmen Televersa.

Wie die Bundesnetzagentur in Mainz mitteilte, kommen durch die Auktion insgesamt 56 Millionen Euro in die Kasse des Bundes. Der Erlös der Auktion bleibt damit deutlich hinter den Erwartungen zurück. Das Mindestgebot für alle 112 Frequenzpakete in 28 deutschen Regionen hatte bei knapp 60 Millionen Euro gelegen. Die Versteigerung der Frequenzen für die ebenfalls fürs mobile Netz gedachte UMTS-Technik hatte vor einigen Jahren noch etwa 50 Milliarden Euro eingebracht.

Bei der jetzigen Auktion wurden kleinere Brötchen gebacken – die ganz großen Anbieter hatten sich aber auch aus der Versteigerung herausgehalten. Die ursprünglich sechs an der Versteigerung beteiligten Unternehmen hatten zudem für 25 Frequenzpakete gar keine Gebote abgegeben. In jeder Region der Bundesrepublik Deutschland haben den Angaben zufolge drei Unternehmen den Zuschlag erhalten.

Besonders begehrt waren die vier Frequenzpakete für die Region Oberbayern, zu der auch die Millionenstadt München zählt. Hier wollten alle fünf Unternehmen je ein Frequenzpaket ersteigern. Beim Frequenzpaket D konnte sich am Freitag schließlich MGM mit einem Höchstgebot von 1,2 Millionen Euro gegen Televersa durchsetzen.

cis/AP



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