DVD-Markt Boom gegen den Trend

Die Hersteller von Unterhaltungselektronik befürchten in diesem Jahr einen Umsatzrückgang von bis zu 20 Prozent. Wohl dem, der in seinem Programm auf DVD-Produkte setzt - denn die boomen wie nie.

Der private Markt für DVD-Geräte und -Filme in Deutschland wird nach Einschätzungen der führenden DVD-Anbieter entgegen dem allgemein schwächeren Konjunkturtrend im laufenden Jahr kräftig wachsen.

Bis Ende 2002 werde die Zahl der mit DVD-Spielern ausgestatteten Haushalte auf 5,2 Millionen von 2,8 Millionen im Vorjahr ansteigen, teilte der Zusammenschluss der wichtigsten DVD-Geräte- und Programmanbieter mit. Rund 14 Prozent der deutschen Haushalte würden dann einen DVD-Spieler besitzen, so die DVD-Arbeitsgemeinschaft. Damit werde der Eintritt in den Massenmarkt für die Technologie dieses Jahr erreicht.

Den Angaben zufolge verzeichnete der gesamte Bereich Unterhaltungselektronik im ersten Quartal 2002 hingegen einen Umsatzeinbruch von rund 20 Prozent.

Die DVD-Anbieter rechnen mit einem Wachstum der DVD-Videos auf 6700 von derzeit 5000 Titeln. Besonders bei Musikvideos habe die Einführung der DVD bislang zu einer Steigerung der Marktanteile im Videokaufmarkt beigetragen, hieß es. So habe die DVD 2001 zum Umsatz von Musikvideos in Höhe von 41,16 Millionen Euro rund 71 Prozent beigetragen. Eine ähnliche Entwicklung werde in diesem Jahr mit Kindertiteln auf DVD erwartet.

DVD ist die Abkürzung für "Digital Versatile Disc", eine speicherstark Weiterentwicklung der Compact Disc. Die silbrige Scheibe wird als Film-, Musik-, und Datenspeicher verwendet und ermöglicht zum Beispiel das Speichern von Spielfilmen in besserer Qualität und mehreren Sprachversionen, oft auch ergänzt durch spielerische oder informatorische Zusätze.

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