Fair Trade Politik mit dem Einkaufskorb

Der "Dritte-Welt-Laden" hat sich überlebt - nicht jedoch das Anliegen, das dahinter stand. Nun versucht das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, dem "ökologischen" und fairen Handel eine zeitgemäße Plattform zu verpassen.


Mit einer neuen Website soll es Verbrauchern ermöglicht werden, ökologisch und fair zugleich einzukaufen. Wie das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung am Montag bekannt gab, bietet die Seite unter der Adresse "www.eco-fair-trade-net.de" einen Überblick über Produkte, Firmen und Organisationen aus dem Bereich des ökologischen und fairen Handels mit der Dritten Welt.

"Wir wollen es für alle Bürgerinnen und Bürger einfacher gestalten, mit dem Einkaufskorb Politik zu machen", sagte die grüne Parlamentarische Staatssekretärin Uschi Eid, die den Startschuss für die Seite gab.

Die Gemeinschaftsproduktion von Fair Trade e.V. und der Deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) bietet neben der umfassenden Übersicht auch Diskussionsforen, Newsletter, didaktisches Material und eine Adressdatenbank.

Finanziert wird das Projekt vom Bundesentwicklungsministerium. "Fairer und ökologischer Handel gehören im Sinne der Nachhaltigkeit zusammen - ein weiteres Wachstum ist im Sinne der Verbraucher und Erzeuger allen zu wünschen", sagte Meinolf Remmert von Fair Trade. Eid betonte, jeder könne einen Beitrag für gerechtere Bezahlung von Menschen in der Dritten Welt und für einen Schutz der Umwelt leisten. "Die Macht der Konsumenten kann viel verändern."



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