Filesharing Das Wort "BitTorrent" ist jetzt geschützt

BitTorrent galt lange Zeit als letzte große Innovation für die globale Gemeinde der Datentauscher. Zahllose Seiten und viele eigens programmierte Clients zum Datentausch über die Technik tragen "BitTorrent" im Namen. Damit soll jetzt Schluss sein.

Der BitTorrent-Erfinder Bram Cohen hatte bislang Einzelpersonen oder auch Unternehmen gestattet, die Früchte seiner Arbeit über eine Open-Source-Lizenz zu nutzen. Nun aber hat Cohen selbst ein Unternehmen gegründet, das die BitTorrent-Technik nutzen will, um Filme und andere Medieninhalte auf legalem Weg zu vertreiben. Deshalb will er nun sein Markenrecht am Namen BitTorrent einfordern.

Der Chef des neuen Unternehmens, Ashwin Navin, sagte dem IT-Dienst "Cnet": "Wir sind besorgt über Leute, die ihre Software BitTorrent nennen, um eine gewisse Popularität zu erreichen, nur um dann Spyware und Adware zu verbreiten."

Das Unternehmen will seine eigene Website zu einer Verteilungsplattform für Filme ausbauen und verhandelt deshalb schon seit Monaten mit den Hollywood-Studios. Navin kündigte gegenüber "Cnet" auch an, Opera werde künftig BitTorrent-Software mit offizieller Lizenz direkt in den eigenen Browser integrieren. Geld solle damit allerdings nicht verdient werden - Lizenznehmer müssten nur eine "nominelle" Gebühr an das Unternehmen abführen. Ziel sei es in erster Linie, für BitTorrent-Software einen sicheren Standard zu etablieren.

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