Flop Karstadt schließt virtuelles Kaufhaus My World

Das mit großem Medienrummel gestartete virtuelle Karstadt-Kaufhaus My World hat sich nicht bewährt. Jetzt will der Konzern den Online-Shop umstrukturieren und auf der neuen Basis wieder auf bewährte Namen setzen: Quelle, Neckermann, WOM.


Hamburg - My World wird wahrscheinlich zu einem Internet Sevice Provider (IPS) umgebaut, berichtet manager magazin online am Dienstag. Der könnte als Türöffner für alle möglichen Shopping-Angebote von Karstadt-Quelle dienen, die einen wirklich starken Markennamen haben: Karstadt, Hertie, KaDeWe, WOM, Neckermann und Quelle. Partner für den IPS soll die Kirch-Gruppe sein.

Mit dem Schritt reagiert der Vorstandsvorsitzende der Karstadt AG, Wolfgang Urban, auf die geringen Erfolge des mit großen Hoffnungen begonnenen Projekts. 20 Millionen Mark hat der Konzern in My World gepumpt. Der Umsatz lag aber zuletzt bei weniger als 15 Millionen Mark.

Das reicht nicht für die ehrgeizigen Pläne der Karstadt-Strategen. Mehr als eine Milliarde Mark will der Handelsriese in den nächsten Jahren mit Hilfe der neuen Medien umsetzen.



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