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6. Teil: Was sind eigentlich S-Modi?


Eine der wichtigsten Einstellungen zum Energiesparen befindet sich im sogenannten Bios eines PCs. Das BIOS ist so etwas wie das Grundprogramm des Rechners, das dafür sorgt, dass die elektronischen Bausteine der Hauptplatine zusammenarbeiten können. An das Bios kommt man heran, indem man beim Rechnerstart eine bestimmte Taste oder Tastenkombination drückt. Leider gibt es dafür keinen Standard. Häufig werden aber die Funktionstasten F1, F2 oder F12 genutzt. Meist wird die benötigte Tastenkombination nach dem Einschalten kurz auf dem Bildschirm mit einer Meldung wie "Enter Setup" signalisiert.

Energiesparmodi im Bios eines PC: Diese Einstellung legt fest, wie sparsam der Ruhezustand wirklich ist
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Energiesparmodi im Bios eines PC: Diese Einstellung legt fest, wie sparsam der Ruhezustand wirklich ist

Im Bios-Setup selbst ist dann ein Menüpunkt mit einem Titel wie "Power Management" zu suchen, der einen Auswahlpunkt für den "Suspend Mode" bereithält. Hier werden die sogenannten ACPI-Modi (Advanced Configuration and Power Management Interface) eingestellt. Sie legen fest, in welchen Stromsparmodus der PC in Ruhephasen umschaltet. Die wichtigsten dieser Stromsparmodi sind S1, S3, und S4.

Am häufigsten verwendet, weil meist am sinnvollsten, ist S3. In dieser Betriebsart sind fast alle Komponenten des PCs abgeschaltet. Nur der Arbeitsspeicher wird noch mit Betriebsspannung versorgt, um damit aktuell genutzte Daten und Programme zu sichern. Um diesen Zustand aufrechtzuerhalten, braucht ein PC nur wenig Energie. Je nach Modell sind das etwa 5 bis 20 Watt, manchmal sogar noch weniger. Der enorme Vorteil: Nach einem Druck auf die Einschalttaste ist das System binnen weniger Sekunden wieder einsatzbereit.

Deutlich länger dauert es, den Rechner aus dem S4-Modus zu erwecken. Diese Stromsparvariante schaltet wirklich alle Komponenten ab, sichert den gesamten Speicherinhalt auf die Festplatte. Der Vorteil: Man kann genau an der Stelle weiterarbeiten, an der man den Rechner verlassen hat. Zudem geht der Stromverbrauch noch weiter zurück als bei S3. Allerdings dauert es auch eine ganze Weile, bis die Kiste wieder läuft, schließlich muss der gesamte Speicherinhalt von der Platte gelesen und in den Arbeitsspeicher kopiert werden. Das kann schon mal ein bis zwei Minuten dauern.

Nur wenig spürbar sind dagegen bei Standard-PCs die Auswirkungen von S1. In diesem Modus wird nur der Prozessor abgeschaltet, der Rest des Systems hingegen in einer Art Warteschleife geschickt - in der Festplatte, Grafikkarten und Lüfter weiter mit Strom versorgt werden müssen. Der Stromverbrauch wird also nur um den Bedarf der CPU gesenkt. Bei aktuellen Quadcore-Prozessoren können das allerdings schon fast 100 Watt sein.

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sevens, 10.03.2008
1. Das Problem ist nicht das Elektrogerät, sondern der Mensch
Es ist schon merkwürdig, dass in einem angesehenen politischen Online-Magazin dazu geraten wird, elektrische Geräte auszuschalten, wenn man sie nicht benötigt. Das Drängt den Verdacht auf, dass hier von technisch völlig unbedarften Lesern ausgegangen wird, die Ein nicht von Aus unterscheiden können. Ein elektrisches Gerät verbraucht erst dann keinen Strom mehr, wenn es vom Stromnetz getrennt ist. Das sollten auch bereits Kindergartenkinder wissen. Im Baumarkt gibt es Schaltersteckdosenleisten für unter 5 Euro, an die man die ganze Computer- oder Heimkinoanlage anschließen kann. Knipst man den Schalter aus, findet kein Verbrauch mehr statt. Dieses Bewußtsein zu vermitteln sollte aber nun wirklich eine Trivialität darstellen. Anders ist es bei dem Bewußtsein für die täglichen Gewohnheiten, aufgrund derer eine weit größere Verschwendung stattfindet: Angefangen bei den Leuten, die meinen, den ganzen Tag den Fernseher laufen lassen zu müssen, auch, wenn sie gar nicht im Zimmer sind, gerade telefonieren oder am PC sitzen und gar nicht fernsehen. Hier darf schon gezweifelt werden, ob ein Sparwille überhaupt vorhanden ist. Zweitens: Ein handelsüblicher PC verbraucht im Leerlauf fast genausoviel Strom wie wenn daran gearbeitet wird. Es lohnt sich also bereits, den Rechner auszuschalten, wenn man genau weiß, daß man ihn eine halbe Stunde nicht benutzen wird. Drittens: In Räumen, in denen man sich niemand aufhält, kann man getrost das Licht ausschalten. Mir fällt immer wieder auf, dass Leute, die gerade mal mit dem Hund gassi gehen, wie selbstverständlich die Wohnung verlassen, auch, wenn in drei Zimmern noch das Licht eingeschaltet ist. Und hinterher klären einen die selben Leute dann auf, daß man ja sparen müsse und sich deshalb Energiesparlampen zugelegt habe. Energiesparen ist, das sieht man am Beispiel US-Amerikanischer gepflogenheiten (ist es in New York im Winter zu warm im Appartment, weil sich die Heizung nicht regulieren lässt, schaltet man eben die Klimaanlage ein), vordergründig eine Frage des dazu vorhandenen Willens. Statt gut gemeinte Tipps sollte Spiegel Online lieber zu einer solchen Willensbildung beitragen.
Daniel Fleck 10.03.2008
2. Da stimmt so vieles nicht
1. Nicht nur Vista kennt den Suspend to RAM, sondern mindestens schon Windows 2000 und Windows XP (Ruhezustand), das ist eine bei Notebooks schon sehr lange übliche Art des Stromsparens gewesen. 2. Dauert es nach Suspend to RAM NICHT genauso lange zum Booten, wie ein kompletter Neustart, Da lediglich der alte Zustand des Hauptspeichers aus einer einzigen datei gelesen werden muß (Nach einem kurzen Hardwarecheck) geht es selbst bei 2GB RAM auf einem Notebook schon nach ca. 20 Sekunden an der gleichen stelle weiter, wo man in den Ruhezustand gewechselt hatte. 3. Auch Röhrenmonitore "brauchen" schon seit Jahrzehnten keinen Bildschirmschoner um den Bildschirm zu schonen, die Zeiten, wo sich ein starres Bild in die Beschichtung des Bildschirms eingebrannt hat, ist lange vorbei. Es sieht einfach netter aus und man sieht, das der PC nicht abgestürzt ist (Trotzdem führen viele Benutzer selbst diese Funktion ad absurdum, wenn sie schnell eine Taste drücken, oder die Maus bewegen, wenn der Bildschirmschoner zuschlägt) Es ist mir absolut unverständlich, warum es überhaupt noch Bildschirmschonerprogramme gibt, sie belasten nur die Ressourcen ohne jeglichen Nutzen und sollten mit einer Umweltgebühr belegt sein. Administratoren in Firmen sollten das Benutzen der windowseigenen Bildschirmschoner ganz unterbinden. Die Einsparungen würden alleine bundesweit gigantisch sein.
RuleBritannia, 10.03.2008
3. Sromsparen
In Grossbriannien (Sowie viele der ehemaligen Kolonien wie Singapore, Hong Kong, Malta, etc) haben alle Steckdosen einen Schalter, so dass alles was an Steckdose angeschlossen ist, direct von der Steckdose aus ausgeschaltet werden kann. Ich schalte seit vielen Jahren, Mikrowelle, TV, DVD-Player, Hifi-Anlagen, Computer, usw. direkt an der Steckdose aus, um alle diese Standby-Energiefresser auszuschalten. Meine Stromkosten sind in den letzten 2 Jahren um 30% gesunken. Beim eigebauten Geraeten, wird die Stromzufuhr per Schlater mit Sicherung abgeschaltet.
sevens, 10.03.2008
4. Es gibt auch Bildschirmschoner mit höherem Zweck :)
Zitat von Daniel Fleck1. Nicht nur Vista kennt den Suspend to RAM, sondern mindestens schon Windows 2000 und Windows XP (Ruhezustand), das ist eine bei Notebooks schon sehr lange übliche Art des Stromsparens gewesen. 2. Dauert es nach Suspend to RAM NICHT genauso lange zum Booten, wie ein kompletter Neustart, Da lediglich der alte Zustand des Hauptspeichers aus einer einzigen datei gelesen werden muß (Nach einem kurzen Hardwarecheck) geht es selbst bei 2GB RAM auf einem Notebook schon nach ca. 20 Sekunden an der gleichen stelle weiter, wo man in den Ruhezustand gewechselt hatte. 3. Auch Röhrenmonitore "brauchen" schon seit Jahrzehnten keinen Bildschirmschoner um den Bildschirm zu schonen, die Zeiten, wo sich ein starres Bild in die Beschichtung des Bildschirms eingebrannt hat, ist lange vorbei. Es sieht einfach netter aus und man sieht, das der PC nicht abgestürzt ist (Trotzdem führen viele Benutzer selbst diese Funktion ad absurdum, wenn sie schnell eine Taste drücken, oder die Maus bewegen, wenn der Bildschirmschoner zuschlägt) Es ist mir absolut unverständlich, warum es überhaupt noch Bildschirmschonerprogramme gibt, sie belasten nur die Ressourcen ohne jeglichen Nutzen und sollten mit einer Umweltgebühr belegt sein. Administratoren in Firmen sollten das Benutzen der windowseigenen Bildschirmschoner ganz unterbinden. Die Einsparungen würden alleine bundesweit gigantisch sein.
Ich würde nicht so weit gehen, Bildschirmschoner generell zu unsinnigem Tand zu erklären - schließlich gibt es bereits seit Jahren Programme wie SETI@Home, die den Heim-PC nutzen, sobald er nicht vom Nutzer benötigt wird: Während der Bildschirmschoner läuft, wertet der PC Radiosignale aus fernen Galaxien aus, um außerirdische Intelligenz zu finden. Wenn das mal keine sinnvolle Ressourcennutzung ist!
bolzo 10.03.2008
5. Richtigstellung (pos4) Ruhezustand
Sie sprechen mir aus der Seele - und ich finde es gut, wenn auch ein Blatt der Besserverdiener die Problematik des Energiesparens anspricht, auch wenn die Einsparungen für die Leser Peanuts sein mögen. So habe ich für meinen Teil im Ganzen Stromeinsparungen im Bereich von 30 Prozent erreicht, was etwa 170 Euro pro Jahr entspricht - haben oder nicht haben! Und das ohne Komfortverlust, nur mit etwas Disziplin! Zum Artikel: der Ruhezustand pos4 muß nicht im Bios sein oder ist nicht im Bios, also bei mir nicht. Ist ja auch eine Windows-Geschichte! Unter den Energieoptionen das Häkchen für Ruhezustand setzen, dann wieder bei den Energieschemas die Zeit einstellen. Hochfahren ist einiges schneller als normales Hochfahren, man hat wieder genau das Gleiche wie vor dem Runterfahren. Außerdem: für was Hightech-PC's? Die GamerLiga tut mir leid, weil neue CPU's wie Quadcores aberwitzige Spitzenverbräuche haben. Dann die Riesen - TFT's, (von den 50" Fernsehern zu schweigen...) Notebooks sind hier wirklich sinnvoll!
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