Hacker-Angriffe Angeblich eine Million Kreditkarten-Nummern gestohlen

Nach Angaben der US-Bundespolizei FBI sind mehr als 40 E-Commerce-Unternehmen von dem Hack betroffen. Schuld daran soll eine Sicherheitslücke im Betriebssystem Windows NT sein - und die Nachlässigkeit der Websitebetreiber.


Washington - Die Angreifer aus Russland und der Ukraine hätten sich eine längst bekannte Sicherheitslücke in den Computersystemen der E-Commerce-Anbieter zu Nutze gemacht, teilte das FBI mit. So seien die Hacker durch ein Loch im Betriebssystem Windows NT ins System gelangt, für dessen Schließung es schon seit Jahren ein so genanntes Sicherheitsupdate gebe. Die betroffenen Unternehmen hätten ihre Systeme jedoch nicht entsprechend aktualisiert.

Nachdem sich die Hacker Zugang zu den Servern der angegriffenen Websites verschafften, konnten sie nach FBI-Angaben ungehindert Kreditkarten-Nummern, Kundendaten und andere Informationen von den Computern herunterladen. Danach hätten sie versucht, die betroffenen Firmen zu erpressen oder sich ihnen als Sicherheitsdienstleister anzudienen. Die Ermittler gehen davon, dass die Kreditkartennummern in einigen Fällen an andere kriminelle Organisationen weiterverkauft wurden.



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