HDTV Die Zukunft des Fernsehens

HD-Ready, Full-HD, HDMI – beim Kauf eines modernen Flachbildfernsehers werden Kunden mit einer Flut an technischen Abkürzungen überschüttet. Wir weisen einen Weg durch den Technikdschungel und sagen, worauf Käufer achten müssen.

Von Marleen Gründel


Hamburg – Röhrenfernseher sind eindeutig Vergangenheit, die Zukunft gehört den Flachbildschirmen. Allein im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft gingen hierzulande im ersten Halbjahr 130 Prozent mehr LCD-Fernseher über den Ladentisch als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, auch bei Plasmafernsehern gab es einen Zuwachs von 80 Prozent.

HD-Fernsehen: Schärfer, detailreicher und farbechter

HD-Fernsehen: Schärfer, detailreicher und farbechter

Doch der Kauf so eines flachen Hightechgerätes gestaltet sich recht schwierig. Der in freudiger Erwartung beim Händler stehende Flachbild-Fan sieht sich spätestens dort mit einer Flut von technischen Abkürzungen konfrontiert – und die Vorfreude weicht in vielen Fällen der Verwirrung.

Oftmals überkommt den Zuschauer dann zu Hause auch noch die Enttäuschung über die Bildqualität. Es scheint so, als hätte diese auf dem Weg vom Vorführraum in sein multimediales Wohnzimmer abgenommen. Wer allerdings ein paar Dinge beachtet, ist vor bösen Überraschungen gefeit und kann sich auch noch in ein paar Jahren an seinem Flachbild-Display erfreuen.

Zuallererst sollte ein neues Gerät mindestens über das HD-Ready-Symbol verfügen. Mit diesem Label, das von der Herstellervereinigung EICTA (European Information & Communications Technology Industry Association) geschaffen wurde, ist sichergestellt, dass der Fernseher das hochauflösende Fernsehen HDTV darstellen kann.

Dieses High Definition Television hat eine fünfmal höhere Auflösung als die in Europa übliche Fernsehnorm Pal (Phase Alternation Line), die die meisten Haushalte derzeit empfangen. Statt 720 x 576 überträgt HDTV 1920 x 1080 Pixelzeilen an das Display, wodurch ein wesentlich schärferes, detailreicheres und farbechteres Bild entsteht.

Das HD-Ready-Symbol gewährleistet nun, dass der Fernseher mindestens 1280 x 720 Zeilen im 16:9-Breitbildmodus darstellen kann. Das ist allerdings weniger als die maximal mögliche HDTV-Auflösung, wenn auch mehr als beim klassischen Pal-Standard. Bei den schwächeren Geräten muss das Bild somit heruntergerechnet werden, wodurch es zu Qualitätsverlusten kommen kann. Wer dem vorbeugen will, sollte sich daher für ein Display mit 1920 x 1080 Pixelzeilen entscheiden.

Einen Hinweis auf solch einen Fernseher gibt das Full-HD- oder auch True-HD-genannte Symbol. Dieses Label ist allerdings noch nicht wie das HD-Ready-Symbol standardisiert oder geschützt, weshalb hier Vorsicht angebracht ist.



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