Internet-Flatrate Niederlage für die Telekom

Im Streit um die Preise für den Netzzugang hat die Deutsche Telekom eine Niederlage erlitten. Der Ex-Monopolist muss seinen Mitbewerbern eine so genannte Großhandels-Flatrate einräumen. Surfen könnte damit deutlich billiger werden.


Bonn - Ein Sprecher der Telekom bestätigte, die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation habe sein Unternehmen angewiesen, Mitbewerbern einen Pauschalpreis für den Internetzugang zu gewähren.

Telekom-Logo/ Leuchtschrift TEXT/AUFMACHER Der Konzern hatte zuvor angekündigt, gerichtliche Schritte prüfen zu wollen, wenn die Behörde einen Pauschaltarif im Vorleistungsbereich anordnet.

Die Online-Anbieter hatten argumentiert, die Telekom bevorzuge bisher ihre Tochtergesellschaft T-Online, die einen Pauschaltarif von 79 Mark bietet. Ein Sprecher des Onlinedienstes AOL forderte erneut einen Pauschaltarif für die Endverbraucher von unter 50 Mark, ähnlich wie in Großbritannien.

Die Regulierungsbehörde will ihre Entscheidung nun noch offiziell bekannt geben. Mit dem Beschluss könnte das Surfen im Internet für die Endverbraucher künftig erheblich günstiger werden.

Gegenwärtig berechnet die Telekom den Online-Anbietern für die Leitungskapazitäten 1,5 Pfennig im Minutentakt (Citybereich). Internetprovider wie AOL fordern seit längerem eine pauschale Berechnung der Leistungen.



© SPIEGEL ONLINE 2000
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.