Konsolen-Krieg Gamecube bringt Nintendo Rekordgewinn

Der Run auf den Gamecube hat Nintendo zu einer Milliarde Euro Gewinn verholfen, so viel wie nie zuvor. Der Sony-Herausforderer deutet an, dass er den Preiskrieg auf dem Konsolenmarkt weiterführen will.


Erfolgsmodell: Der Gamecube hat Nintendo deutlich nach vorne gebracht - doch die Gewinnmargen werden voraussichtlich sinken und sinken
DPA

Erfolgsmodell: Der Gamecube hat Nintendo deutlich nach vorne gebracht - doch die Gewinnmargen werden voraussichtlich sinken und sinken

Kyoto - Neben der neuen Konsole hat auch der schwache Yen den Japanern geholfen, ihren Umsatz zu steigern. Insgesamt nahm der Spielekonzern im vergangenen Geschäftsjahr 554,9 Milliarden Yen ein, das sind 4,79 Milliarden Euro - ein Zuwachs von 20 Prozent. Der Umsatz stieg hingegen - auch wegen der Preiskriege auf dem Konsolenmarkt - nur um zehn Prozent auf 106,4 Milliarden Yen, also 918 Millionen Euro.

Für dieses Jahr erwartet Nintendo zwar eine weitere Umsatzsteigerung um 15 Prozent, aber einen Rückgang des Nettogewinns um den gleichen Prozentsatz. "Diese Prognose ist ein Signal, dass Nintendo weitere Preissenkungen bei den Konkurrenten unverzüglich beantworten wird", sagte Ben Wedmore, Analyst bei HSBC Securities in Japan.

In den vergangenen Monaten hatten Marktführer Sony (Playstation 2), Branchenneuling Microsoft (Xbox) und Nintendo mehrfach die Preise gesenkt. Derzeit ist Nintendo der Anbieter der günstigsten Konsole.

Die Dividende will Nintendo um 20 auf 80 Yen erhöhen. Außerdem kündigte das Unternehmen an, bis zu 14 Millionen eigener Aktien für 250 Milliarden Yen (2,15 Milliarden Euro) zurückzukaufen. Die für den 27. Juni angesetzte Hauptversammlung muss dem aber noch zustimmen.



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