Kuriose Unglücke Die Top-10 der Daten-Desaster

Ob es eine gute Idee ist, Öl in eine Festplatte zu träufeln? Sollte man USB-Sticks in die Waschmaschine geben? Sicher nicht. Der fast sichere Datentod droht. Ein Datenrettungsunternehmen hat die schrägsten Missgeschicke des Jahres zusammengetragen.

Die einen waschen ihren USB-Stick in der Waschmaschine, andere beseitigen das Quietschen einer Festplatte mit ein paar Tropfen Öl. Die Möglichkeiten wertvolle Daten unbedacht und doch kreativ zu vernichten scheinen endlos. Zum Jahresende hat das Datenrettungsunternehmen Kroll Ontrack die kuriosesten Fälle gesammelt und die Hitparade der Daten-Pannen zusammengestellt.

Denn wenn Daten unrettbar verlorengegangen scheinen, beginnt die Arbeit der Datenretter. Sie sind auf aufwendige Verfahren spezialisiert, mit denen sie Bits und Bytes auch dann noch wiederherstellen können, wenn die Hardware physikalisch vollkommen zerstört scheint. Oft sind das Routinearbeiten. Gelegentlich jedoch, sind selbst die Profis erstaunt, welche Geschichten ihnen ihre Kunden auftischen:

Platz 10: Die WaschmaschinePlatz 9: Der ApfelbreiPlatz 8: Der Angler

Platz 10: Die Waschmaschine

Mit der Aussage, sie habe "alle ihre Daten ausgewaschen" bat eine verzweifelte Frau die Ingenieure um Hilfe. Sie habe versehentlich einen USB-Stick in der Wäsche vergessen. Nach Abschluss des Vollwaschgangs war dieser - wenig verwunderlich - nicht mehr lesbar.

Platz 9: Der Apfelbrei

Beim Füttern seiner kleinen Tochter lehnte sich ein Vater unvorsichtig über den Hochstuhl des Kindes. Dabei vergaß er den USB-Stick in seiner Hemdtasche. Der wiederum gab dem Drängen der Schwerkraft nach, stürzte sich in Richtung Erdmittelpunkt und landete zielsicher im Apfelbrei.

Platz 8: Der Angler

Offenbar in dem Bewusstsein, dass es etwas länger dauern könnte, bis ein Fisch anbeißt, nahm ein Hobbyangler sein Laptop, um sich die Wartezeit auf seinem Boot zu vertreiben. Dumm nur, dass er zwischendurch aufstand, das Gleichgewicht verlor und mitsamt Notebook in den Fluten versank.

Platz 7: Der Hochzeitsfotograf

Weit mehr als bloß ein schlechtes Gewissen trieb einen Hochzeitsfotografen zu Kroll Ontrack. Er hatte versehentlich die Aufnahmen einer Eheschließung überschrieben. Erst zwei Tage bevor die Eheleute von ihrer Hochzeitsreise zurückkamen, bat er um Hilfe - gerade noch rechtzeitig.

Platz 6: Der Wissenschaftler

Bei der Arbeit im Labor schüttete ein Wissenschaftler versehentlich ätzende Säure über eine externe Festplatte. Entgegen seiner Vermutung konnten sämtliche Daten wieder hergestellt werden.

Platz 5: Das USB-Geschoss

Im Streit warf ein australischer Geschäftsmann mit einem USB-Stick nach seinem Partner. das Geschoss verfehlte sein Ziel, knallte zu Boden und zerbrach samt wertvoller Firmendaten in seine Einzelteile.

Platz 4: Der Bürobrand

Bis auf wenige CD-ROMs wurden sämtliche Datenträger einer Firma durch einen Bürobrand zerstört. Das Problem: Die teils verschonten Datenträger waren mit ihren Kunststoffhüllen verschmolzen.

Platz 3: Das Öl-Fläschchen

Genervt von Quietschgeräuschen seiner Festplatte schritt ein britischer Wissenschaftler zur Tat, griff sich ein Fläschchen Öl und träufelte das Schmiermittel in das Laufwerk. Der Trick half: Das Geräusch war weg, die Daten aber auch.

Platz 2: Der Fallschirmsprung

Per Digital-Camcorder sollte der Funktionstest eines Fallschirms dokumentiert werden. Das ging gründlich schief: Der Fallschirm blieb geschlossen, stürzte ungebremst zu Boden, die Kamera zerschellte. Immerhin, die Speicherkarte konnte wieder zusammengesetzt werden.

Platz 1: Die Ameisen

Verwundert darüber, dass sich in seiner Festplatte Ameisen eingenistet hatten, griff ein Fotograf in Thailand zur chemischen Keule. Er öffnete Gehäuse und sprühte Insektenspray ins Innere. Die Ameisen waren damit hinüber, die Daten leider auch.

mak

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