Mac-Hype Apple verliert den Kultstatus

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4. Teil: Sicherheits-Experten warnen vor Virenflut


Je mehr Mac-Rechner im Einsatz sind, desto interessanter wird das System für Computer-Gauner, die Viren und Trojaner entwickeln. Apple-Nutzer habe bislang der "Minderheitenstatus des Systems" geschützt, warnte "heise Security"-Chefredakteur Jürgen Schmidt, als er die Sicherheitsprobleme des Leopard-Systems beschrieb. Nun verkauft Apple mehr Macs als je zuvor – und prompt meldete Antiviren-Hersteller Sophos vor einigen Wochen den ersten Mac-Trojaner.

Nun warnt das US-Sicherheitsunternehmen Arbor Networks, dass im kommenden Jahr Apples iPhone zum Angriffsziel von Schadsoftware werden könnte. 2008 werde das iPhone "Opfer eines größeren Angriffs werden", wahrscheinlich sogenannter "Drive-by-Angriffe". Darunter versteht man die Beeinflussung eines Rechners oder sogar die Infizierung eines Computers durch den bloßen Besuch einer verseuchten Webseite.

Dass so etwas beim iPhone-Browser möglich ist, beweist die wohl beliebteste Methode, um Apples iPhone von der künstlichen Beschränkung der Software zu befreien: Sogenannte Jailbreaks ermöglichen es Besitzern, auf ihrem Apple-Handy Programme von Drittanbietern zu installieren. Inzwischen kann man das Apple-Handy sogar entsperren, indem man eine Jailbreak-Webseite aufruft – ähnlich einfach könnten auch bösartige Attacken funktionieren.

Bereits im Juli hatten Programmierer der US-Sicherheitsfirma Independent Security Evaluators (ISE) behauptet, zwei Sicherheitslücken der iPhone-Software für Attacken ausgenutzt zu haben. Nach einer Demonstration, berichtete ein Reporter der "New York Times", der Aufruf einer bestimmten Website hätte genügt, um ISE einen Fernzugriff auf das betroffene iPhone zu ermöglichen.



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