Mediennutzung Jüngere lassen Zeitung links liegen

Immer mehr junge Menschen halten eine regelmäßige Zeitungslektüre für verzichtbar - behaupten zumindest die Meinungsforscher vom Institut für Demoskopie in Allensbach. Demnach weichen immer mehr Menschen für die Informationssuche aufs Web aus.


Immer weniger junge Menschen fühlen sich zum Zeitungskiosk hingezogen
DPA

Immer weniger junge Menschen fühlen sich zum Zeitungskiosk hingezogen

Hamburg - In den vergangenen zwölf Jahren ist die Zahl der 16- bis 29-Jährigen in Westdeutschland, die regelmäßig eine Zeitung lesen, von knapp 60 auf rund 45 Prozent gefallen. Das geht aus der am Dienstag vorgestellten Markt- und Werbeträgeranalyse 2001 des Instituts für Demoskopie Allensbach (AWA) hervor. Marktforscher Rüdiger Schulz bilanziert, es gebe "dramatische Einbrüche bei den unter 40-Jährigen".

Gewinner des Trends ist trotz einer allgemein erkennbaren Unlust am Zeitgeschehen das Internet. In den Altersgruppen bis 40 Jahren wird das Web von bis zur Hälfte der Befragten als Informationsquelle genutzt. Bei den älteren Jahrgängen surft weniger als ein Drittel der Befragten auf Informationssuche im Netz.

Nach Ansicht der Forscher müsse nun analysiert werden, wie sich die "Generation @" verhalte. Insbesondere gehe es darum, ob sie sich mit "Info-Schnipseln" begnüge oder sich auch an komplexen Sachverhalten interessiert zeige. Für die aktuelle Umfrage wurden von Februar 2000 bis April 2001 mehr als 20.000 Menschen über 14 Jahren befragt.



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