Microsoft macht Dampf Die neue Xbox kommt zu Weihnachten

Microsoft sorgt dafür, dass Nachrichten über die neue Xbox schon vor Beginn der E3 die Runde machen. Gestern Nacht stellte MS die Konsole in den USA vor. Der erste Eindruck: Sie wird sehr, sehr kräftig.

Duck Dich, Sony, jetzt bekommst Du Konkurrenz: Als erstes Unternehmen gab Microsoft Details über das Leistungsspektrum der nächsten Konsolen-Generation bekannt. Von den Konsolen der so genannten dritten Generation wird ein technischer Quantensprung erwartet - und Microsoft enttäuscht die Erwartungen nicht.

Die neue Xbox kommt wie ein zierlicher PC daher, und Computer-haft ist auch ihre Technik. Anders als bisher soll in ihrem Inneren aber kein Intel-Chip mehr für Rechenpower sorgen, sondern eine echte Innovation aus dem Hause IBM: Der Xbox-Prozessor protzt mit einem Multicore-PowerPC-Chip mit drei Kernen, die mit jeweils 3,2 GHz arbeiten - die Kiste fußt also wenn man so will auf Apple-Technik.

Das verheißt Geschwindigkeit pur, kein aktueller PC kann mit so viel Rechenpower aufwarten. Auch der Arbeitsspeicher ist mächtig gewachsen, von 64 auf 512 MB. USB-Schnittstellen schlagen die Brücke zu anderen digitalen Geräten, zwei Memory-Card-Slots (bis 64 MB) geben der "Xbox 360" zusätzliches Gedächtnis für Spielstände und Profile. Die Anbindung von bis zu vier Gamepads für Multiplayer-Spiele soll künftig drahtlos erfolgen. Anders als bisher wird die neue Xbox ab Werk auch als vollwertiger DVD-Player dienen.

Gefälliger als bisher ist auch das schlanke Design, das zudem noch ein Kundenfreundliches Gimmick bereithält: Die 20 GB große Festplatte der Xbox ist abnehmbar und kann als externe Festplatte auch an den PC angedockt werden.

Weitere Details dürften im Laufe der Spielemesse E3, die am Montag in Los Angeles beginnt, bekannt gegeben werden.

Mit den technischen Spezifikationen legt sich Microsoft auf einen hohen Leistungslevel fest, bevor die Konsole serienreif ist. Die Entwicklung scheint aber schon recht weit gediehen: Selbstbewusst kündigt der Softwarekonzern, der sich mit seinen Spielekonsolen erstmals auch als Hardwareentwickler versucht, den Verkaufsstart für das Weihnachtsgeschäft 2005 an.

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