Mittelklasse-Kameras Gute Aufbauarbeit

Warum sollte man das Rad ständig neu erfinden? Das haben sich auch Konica Minolta und Sony gedacht. Beide Hersteller zeigen auf der Photokina Kameras, die mal mehr, mal weniger auf die Technik ihrer erfolgreichen Vorgängermodelle zurückgreifen.


Konica Minolta Dimage A200: Vieles wie gehabt

Konica Minolta Dimage A200: Vieles wie gehabt

Konica Minolta präsentiert für erfahrene Amateurfotografen bewährte Technik in neuem Gewand. Die Konica Minolta Dimage A200 basiert auf der Dimage A2 und hat ebenso wie ihr Vorläufer eine Auflösung von acht Megapixel. Auch der CCD-Sensor ist derselbe, genauso wie das Siebenfach-Zoomobjektiv (entspricht 28-200 Millimeter bei Kleinbild) und das im Gehäuse integrierte Anti-Shake-System zur Bildstabilisation.

Zu den Neuerungen der A200 gehört der dreh- und schwenkbare 1,8-Zoll-LC-Farbbildschirm, den Konica Minolta anpreist, als wäre dieses Wunder der Technik gerade erst erfunden worden. Verbessert wurde die A2 außerdem im Bereich der Videoaufzeichnung. Die Dimage A200 kann Filme in VGA-Auflösung (640 x 480 Pixel mit 30 Bildern pro Sekunde) oder S-VGA-Auflösung (800 x 600 Pixel mit 15 Bildern pro Sekunde) aufnehmen.

Dimage A200 von hinten: Wunder des schwenkbaren Displays

Dimage A200 von hinten: Wunder des schwenkbaren Displays

Eine ziemlich praktische Umgestaltung im Vergleich zur A2 ist zudem die RC-D1 genannte Infrarot-Fernbedienung. Mit ihrer Hilfe sind die kabellose Fernauslösung und die Steuerung des Digitalzooms möglich. Außerdem kann man so im Wiedergabemodus bequem von einem Foto zum nächsten schalten, wenn die Kamera an einen Fernseher angeschlossen ist. Versorgt wird die A200 durch den neuen Li-Ion-Akku NP-800, der etwas länger durchhält als sein Vorläufer NP-400. Preislich dürfte die neue A200 etwas unter der A2 liegen, wenn sie Mitte November in die Läden kommt. Ein genauer Preis steht zwar noch nicht fest, laut "digitalkamera.de" soll die A200 aber weniger als 900 Euro kosten.

Sony DSC-V3: Klassisches Design

Sony DSC-V3: Klassisches Design

Die Sony Cybershot DSC-V3 tritt ein schweres Erbe an. Die 7,2-Megapixel-Kamera wird ab Mitte Oktober die beliebte DSC-V1 im Sony-Sortiment ablösen. Dabei hat die V3 äußerlich kaum etwas mit ihrem Vorgängermodell gemein. Statt des silbrigen Metallic-Looks haben die Sony-Entwickler ein eher klassisches, schwarzes Design gewählt. Außerdem ist die V3 größer und schwerer als die V1, was der guten Handhabung aber keinen Abbruch tut. Dank ihres großen Griffs lässt sich die neue Sony bequem mit einer Hand bedienen.

Bei der Wahl des Objektivs hat sich Sony wieder auf das V1-erprobte Vario-Sonnar von Carl Zeiss verlassen, das ein vierfaches optisches Zoom bietet (entspricht 34-136 Millimeter bei Kleinbild). Mit dem so genannten Smart Zoom kann der Zoombereich zudem erweitert werden, was allerdings auf Kosten der maximalen Auflösung geht. So verfügt die V3 bei Aufnahmen mit fünf Megapixeln über ein 4,7-faches "Smart Zoom".

V1-Nachfolger V3: Großes, hoch auflösendes Display

V1-Nachfolger V3: Großes, hoch auflösendes Display

Wirklich stark ist die V3 bei Aufnahmen in dunkler Umgebung. So sorgt der Laser-Autofokus auch bei schlechten Lichtverhältnissen dafür, dass die Kamera richtig scharf stellt. Darüber hinaus lassen die NightFraming- und NightShot-Funktionen Fotos in totaler Dunkelheit zu. Erwähnenswert sind außerdem der große und trotzdem hoch auflösende 2,5-Zoll-LC-Farbbildschirm und der etwas ungewöhnliche integrierte Blitz. Er klappt nicht einfach nach oben, sondern dreht sich um 180 Grad um die eigene Achse. Wirklich innovativ wäre natürlich gewesen, dem Blitz auch noch die Drehung nach oben und damit das Fotografieren mit indirekter Beleuchtung zu ermöglichen.

Trotz dieses kleinen Wermutstropfens ist die DSC-V3 aber ein würdiger Nachfolger für die V1 und kann auch neben der Acht-Megapixel-Kamera DSC F828 bestehen. Ab Mitte Oktober gibt es die V3 für etwa 750 Euro im Handel.

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