Netzwelt-Ticker Flicken für den Firefox
Keine Chance gegen Spam
Penisvergrößerung, Viagra, Cialis, Druckerpatronen, billige Hypotheken und Viren, Trojaner, Phishing-Versuche ohne Ende - Spam ist eine Pest! 50 bis 60 Prozent des gesamten weltweiten Mailaufkommens, so schätzen Experten, sind unerwünschte Werbemail. Längst beschäftigt sich eine eigene Industrie mit dem Thema Spam-Bekämpfung und profitiert so unter anderen Vorzeichen von der Flut, wie die De-Bug darlegt . Doch ist ein Ende absehbar? Können neue Gesetze, neue Spam-Filter oder bezahlte Mail-Angebote, wie sie AOL einführen wollte, irgendwann das Spamproblem lösen? In einem ausführlichen Artikel auf Newsfactor.com kommt die Autorin zum traurigen Schluss: nein! Das einzige, was letzten Endes gegen Spam helfen wird, ist schlichtes Vergessen. Postfach schützen und was trotzdem durch geht, löschen. Denn egal, was man gegen Spam unternimmt: wirklich schützen kann man sich nur, wenn man einfach keine Mails mehr liest...
Firefox reagiert schnell
Gerade einmal drei Tage nach Bekanntwerden der JavaScript-Sicherheitslücke im Mozilla Firefox haben die OpenSource-Entwickler einen Patch parat . Version 1.5.0.3. des Browsers beseitigt das Problem und wird per Firefox-Update automatisch installiert.
Vista wehrt sich gegen Dual Boot
Sicherheitsfeatures, die mit Windows Vista eingeführt werden, können die Installation eines Dual Boot-Systems massiv erschweren. Dank der Hardware gestützten Verschlüsselung, genannt BitLocker Drive Encryption, werden zwar sensible Daten bei einem Verlust des Rechners geschützt - aber auch der Datenverkehr, der bei einem Dual-Boot-System notwendig ist, unterbunden. Man könnte also, so Sicherheits-Guru Bruce Schneier gegenüber The Register , BitLocker als Anti-Linux-Maßnahme sehen, da es die klassische Dual-Boot-Konstellation Windows und Linux verhindert. Weiterhin habe er Angst, dass die vielen neuen Sicherheitsvorkehrungen gerade in Vista den User letzten Endes über fordern. Wer zu viele Warnhinweise präsentiert bekommt, wird sie am Ende nur noch wegklicken - Sicherheits-Vorteile sind dann verschenkt. Statt neue Sicherheitstechniken zu erfinden, sollte man sich also lieber einmal Gedanken machen, wie diese Techniken dem User präsentiert werden. Was er damit meint: noch immer ist der wunde Punkt in Sachen Datensicherheit und Softwarebedrohung der User höchstselbst...
Nokia-Telefone finden Hotspots
In Zusammenarbeit mit iPass hat Nokia ein Dual-Mode Handy entwickelt, das sowohl über herkömmliche Mobilfunknetze funktioniert und sich zudem in öffentliche WiFi-Spots weltweit einwählen kann. 50.000 dieser Spots soll es dank Partner iPass geben, der User kann über einen einzigen Account darauf zugreifen. Diesen Sommer sollen die Geräte dann laut PCWorld.com herauskommen. Dann wird sich wohl auch erst zeigen, ob mit den neuen Handys Voice-Over-IP-Gespräche möglich sind, was das WiFi-Feature besonders reizvoll machen würde...
Was wird mit Apple geschehen? Mit Avadis Tevanian, dem Vater von OSX und Jon Rubinstein, dem Aufseher über die Mac-Hardware, verließen dieses Jahr zwei der drei prominentesten Köpfe Apples ihren Konzern. Zusammen mit Steve Jobs machten sie Apple zu dem großen Player, der die Firma heute ist, das geht aus einem Apple-Special auf eWeek.com hervor. Ihre Loyalität gegenüber Apple und ihr Vorausblick machten aus einem angeschlagenen Unternehmen einen Gewinner - doch wird der Erfolg weiterhin eintreffen, wenn die großen Macher nicht mehr mitreden? Und was ist mit Jobs Krebserkrankung, stimmt es, dass auch er bald zurücktreten könnte? eWeek.com gibt kaum Antworten, dafür aber einen interessanten Rückblick.
Microsoft fährt Xbox-360-Auslieferung hoch
Um zum Start von Sonys PlayStation 3 einen guten Vorsprung zu haben, hat Microsoft nun die Produktion und Auslieferung von Xbox-360-Konsolen beschleunigt. Das Mindestverkaufsziel wurde um 500 000 auf 5 Millionen bis 5,5 Millionen verkaufte Einheiten am 30. Juni 2006 erhöht. Damit werde zwar die Produktion teurer und damit die Gewinnspannen geringer, dafür können so die Nachschub-Engpässe wenn nicht behoben, so doch zumindest abgemildert werden. Wie Reuters weiter berichtet , wolle Microsoft die Xbox 360 möglichst aggressiv vor der PS3 platzieren. Das wird auch nötig sein, da viele Experten mit einem rasanten Start der PS3 rechnen, deren Vorgänger eine immense Verbreitung erreichte. Ende 2005 gab Sony bekannt, weltweit über 100 Millionen PlayStation 2 verkauft zu haben...