Sagem MY X-5 Fast alles drin

Der französischen Marke Sagem ist es nie recht gelungen, auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen. Das soll nicht zuletzt das MY X-5 ändern, Sagems neues Spitzenmodell.


Sagem MY X-5

Sagem MY X-5

Schön. Vielen wird das wohl einfallen, wenn sie das Sagem MY X-5 erstmals in den Händen halten: Es ist klein, schick, nicht überladen, keine Stummelantenne stört, und es kommt mit einem prächtig lesbaren Farb-Display daher, das mit witzigen Grafiken um Sympathien wirbt und Multimediales verheißt.

Das allerdings ist eine Täuschung: Was das Sagem nicht kann, ist MMS.

Dafür sonst aber eine ganze Menge: Ganz offenbar setzt Sagem mit seinem Spitzenmodell nicht auf flirtfreudige Kids.

Man fragt sich allerdings auch, auf wen sonst, denn zwar glänzt die kleine Quasselkiste mit einem satt proportionierten Telefonnummer-Speicher (300 Nummern plus Namen) und vermag sich gut 100 SMS zu "merken". Es sucht den Weg ins Internet rasant über GPRS der Multislotklasse 8, die satte vier gebündelte Zeitschlitze im Downstream bietet. Andererseits bietet es keinerlei Organizer-Funktionen, was es als Business-Handy auch nicht so richtig stark dastehen lässt.

Dafür ist es mit rund 325 Euro vergleichsweise günstig.

Schön also, das Sagem ist schön. Ein Handy für Leute, die vor allem telefonieren und ab und zu schnell im Web unterwegs sein wollen, wenig im Sinn haben mit MMS und ihren Palm so sehr lieben, dass sie auf ein Konvergenzgerät, das Organizer und Handy zugleich sein will, gern verzichten. Warum nicht? Wenn's klappt, vermag sich Sagem vielleicht doch noch zu etablieren. Wenn nicht, wird das MY X-5 nicht nur schön, sondern auch selten.

In den Läden soll das MY X-5 ab August zu haben sein.



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