Supercomputer Deutschland rechnet am schnellsten

Zumindest wenn es um zivile Supercomputer geht, steht Deutschland an der Weltspitze. Im Forschungszentrum in Jülich wurde jetzt "Jugene" in Betrieb genommen. Die riesige Rechenmaschine hat die Leistung von 20.000 Standard-PCs.


Jülich - Geht es um die zivile Nutzung brachialer Rechnerkraft, liegt Deutschland an der Spitze. In Jülich, nahe Aachen wurde "Jugene" in Betrieb genommen, ein Supercomputer, der sogar ein eigenes Gebäude benötigt. Auf der Liste der 500 schnellsten Computer der Welt liegt er auf dem zweiten Platz. Schneller ist nur ein US-Rechner: BlueGene/L - aber der arbeitet für das Militär.

In Jülich rechnen mehr als 65.000 Prozessoren, die über ein extrem leistungsfähiges Kommunikationsnetz verbunden sind. Eine erste Geschwindigkeitsmessung nach dem Aufbau ergab den Angaben zufolge eine Rechenleistung von rund 167 Teraflops. Das sind 167 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde. Damit wäre der Neuling und der Superrechnern in etwa so schnell wie 20.000 PCs.

Im Gegensatz zu einer solchen Ansammlung nimmt sich der Mega-Rechner noch kompakt aus, ist in 16 Telefonzellen-großen Schränken in der Rechnerhalle des Forschungszentrums Jülich untergebracht.

An der Beschaffung von "Jugene" waren neben dem Forschungszentrum Jülich auch das Land NRW, das Bundesforschungsministerium und die Helmholtz-Gemeinschaft beteiligt. Bis zur offiziellen Einweihung im Februar nächsten Jahres werden die Jülicher Experten nun den Supercomputer für die ersten Anwender vorbereiten und alle Prozesse optimieren.

mak/ddp



© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.