Tipps zur Porträtfotografie Menschen gekonnt einfangen und zeigen

Licht, Perspektive, Umfeld - viele Faktoren entscheiden in der Porträtfotografie, ob ein Bild wirkt oder nicht. Der Fotokünstler Calvin Hollywood erklärt anhand von Beispielen, wie man ein gutes Porträt fotografiert - und was man aus einem fertigen Foto im Anschluss noch herausholen kann.

Heutzutage ist fast jeder im Besitz eine Kamera und fotografiert. Manche professionell, andere nur für das private Album. Fast jeder ist schon einmal geknipst worden, fast jeder hat auch schon einmal eine andere Person fotografiert.

In der Menschenfotografie gibt es einige wichtige Faktoren, die ein Porträt prägen. Diese Faktoren bestimmen, wie lange ein Foto dem Betrachter in Erinnerung bleibt.

Das Motiv

Im Prinzip spielt es keine Rolle, ob Sie ein Kind, einen Erwachsenen, einen Freund oder ein Model fotografieren. Wenn man Personen mittels Licht, Perspektive und Umfeld richtig fotografiert, ist jeder in der Lage, gekonnte Porträts zu erstellen.

Versuchen Sie, mehr zu zeigen als nur das Abbild der Person. Versuchen Sie in Ihrem Bild eine kleine Geschichte zu erzählen. Dabei helfen Ihnen einige Faktoren, die Sie sich zunutze machen können.

Das Licht

Es heißt umgangssprachlich nicht umsonst "Die Person ins rechte Licht rücken". Eine sehr große und gedämpfte Lichtquelle (wie zum Beispiel ein mit Wolken bedeckter Himmel) sorgt für weiche, dezente Schatten. Direkte Sonneneinstrahlung würde nicht nur zu einem angestrengten Gesichtsausdruck führen, sondern auch zu harten Schatten und Schlaglichtern.

Positionieren Sie die Person allerdings so, dass ihr die Sonne im Rücken steht, haben Sie ein schönes Gegenlicht, und die Person kann entspannt in die Kamera schauen. Allerdings sollten Sie dann von vorne mit einem Blitz oder Reflektor die Person etwas aufhellen.

Die Perspektive


Sowohl die Perspektive als auch der Kamerastandpunkt spielen eine wichtige Rolle und beeinflussen die Wirkung der Aufnahme. Fotografieren Sie von unten, wirken Personen oft größer und dominanter. Wählen Sie eine Perspektive von oben herab, erhalten Sie die genau gegensätzliche Wirkung.

Drehen Sie die Kamera etwas, um etwas mehr Spannung ins Bild zu bekommen. Beachten Sie das Umfeld und nutzen Sie Kamerastandpunkte, die auch mal zu ungewöhnlichen, interessanten Perspektiven führen. Halten Sie immer die Augen offen und machen Sie sich auch spontane Situationen mit der richtigen Perspektive zu nutze.

Foto: Calvin Hollywood

Das Umfeld


Ein weiterer wichtiger Faktor, um eine Person interessant darzustellen, ist das Umfeld. Beziehen Sie das Umfeld und die Gegebenheiten mit ein um dem Bild mehr Aussage zu verleihen.

Foto: Calvin Hollywood

Das Auto der Person, die Wohnung oder auch einfach nur ein bestimmter Ort: All das sind die Dinge, die mehr über die Person verraten und dem Bild eine Aussage verleihen können. Lassen Sie den Betrachter an Ihrer Phantasie teilhaben und vermitteln Sie mehr als nur das Abbild einer Person.

Die Bearbeitung

Der letzte und oftmals sehr wichtige Schritt ist die nachträgliche Bearbeitung des Fotos. Grundkorrekturen wie nachträgliches Schärfen sind heutzutage schon fast Pflicht.

Foto: Calvin Hollywood

Doch alleine schon eine Umwandlung in Schwarzweiß beeinflusst die Bildwirkung enorm. Ob Sie nur den Ausschnitt verändern, nachschärfen und die Tonwerte verbessern, oder ob Sie mit kreativen Techniken das Foto verschönern, ist jedem selbst überlassen. Spielen Sie und entdecken Sie die Möglichkeiten der Bildoptimierung. Stehen Sie zu Ihrem persönlichem Geschmack.

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