Treiberprobleme Windows verschluckt sich an zu viel Speicher

Dass Computer dann und wann die Arbeit verweigern, weil sie über zu wenig Arbeitsspeicher verfügen, ist nicht neu. Ein Zeitungsbericht legt nun nahe, dass mehrere Versionen des Betriebssystems Windows auch mit zu viel Hauptspeicher arge Probleme haben.


Hauptspeicher: Viel hilft nicht immer viel
GMS

Hauptspeicher: Viel hilft nicht immer viel

Hamburg - Die Windows-Versionen 95, 98, 98 SE und ME kommen angeblich oft nicht mit einem Hauptspeicher von mehr als 512 Megabyte zurecht. Das berichtet "Heise online" unter Berufung auf einen Artikel der Zeitschrift "c't" Schuld ist demnach ein Cache-Treiber, der nur eine gewisse Höchstzahl an Speicheradressen verwalten kann.

Insbesondere beim Start von Windows mit einem Arbeitsspeicher von 1 Gigabyte oder bei der Ausführung von Dos-Programmen mit mehr als 512 Megabyte könne es Probleme geben. Skurrile Fehlermeldungen wie "Für diese Anwendung ist nicht genügend Arbeitsspeicher verfügbar" seien dann die Folge. Durch Änderungen an den Systemdateien sei es allerdings möglich, das Treiberproblem zu beheben. Dann würden aber nur die ersten 512 Megabyte des Hauptspeichers verwendet. Ohnehin profitiert das Betriebssystem nur dann von einem üppigen Hauptspeicher, wenn dieser von Anwendungen mit hohem Datenaufkommen, etwa Bildbearbeitungsprogrammen genutzt wird.

Neben dem Windows-Fehler begrenzen auch andere Teile von PC-Systemen den nutzbaren Arbeitsspeicher. So gibt es für jedes Mainboard detaillierte Vorgaben, welche und wie viele Speicherchips kombiniert werden können.



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