Turbocluster IBM baut Linux-Supercomputer

Big Blue will in den USA mehr als 600 einzelne Computer zu einem der stärksten Großrechner der Welt zusammenschalten. Mit an Bord ist das freie Betriebssystem Linux.


Armonk - Der Cluster, in dem viele einzelne Computer mit ihren Prozessoren die Aufgaben eines Großrechners teilen, soll im Supercomputer-Zentrum der Universität von Illinois in Urbana-Champaign aufgebaut werden, teilte IBM am Donnerstag mit. Forscher sollen mit seiner Hilfe beispielsweise Gravitationswellen aus der Einsteinschen Relativitätstheorie berechnen können.

Tempohatz: IBM will den fünftschnellsten Rechner der Welt bauen
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Der Cluster wird nach Angaben von IBM eine Rechenleistung von zwei Teraflops erreichen, das entspricht 2000 Milliarden Rechenoperationen in einer Sekunde. Mit dieser Leistung würde das System nach der von den Universitäten Mannheim und Tennessee herausgegebenen Top-500-Liste unter den fünf weltweit schnellsten Super-Computern der Welt rangieren - IBM spricht sogar von dem schnellsten Linux-Superrechner im Dienste einer Hochschule.

Der Cluster soll in einer ersten Phase bis Februar aus IBM-Server-Computern aufgebaut werden, in denen Pentium-III-Prozessoren mit einem Gigahertz Leistung arbeiten. Im Sommer soll ein weiteres Netzwerk mit leistungsfähigeren Itanium-Prozessoren von Intel hinzukommen.

Bislang wurden Supercomputer oftmals aus speziellen Prozessoren und Einzelteilen zu einem kompletten, sehr teuren Rechner zusammengebaut. In jüngster Zeit versuchen immer mehr Wissenschaftler, die gleiche Rechenleistungen mit sehr vielen, dafür aber weitgehend standardisierten Computern und Prozessoren zu erzielen, die in einem Netzwerk zusammengeschlossen sind.

Solche Cluster könnten dann mit wachsendem Bedarf flexibel ausgebaut werden. Das Betriebssystem Linux, das derzeit als Konkurrenz zu Microsofts Windows und kommerziellen Unix-Systemen Erfolge feiert, spielt dabei eine immer wichtigere Rolle. Es ist frei erhältlich und kann als Open Source den Wünschen der Forscher angepasst werden.



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