In fünf Städten 5G-Netz von O2 startet im Oktober

Insgesamt 150 Basisstationen für das 5G-Netz will Telefónica zunächst in Betrieb nehmen. Die Kundschaft bekommt Zugang ohne Aufpreis - wenn sie den richtigen Tarif gebucht hat.
O2-Logo

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Foto: Wolfgang Rattay/ REUTERS

Feiertag auch für Telefónica: Am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, will das Unternehmen sein 5G-Netz mit der Marke O2 in fünf deutschen Städten starten, zumindest symbolisch.

O2-Kundinnen und -Kunden sollen erst ab dem 6. Oktober in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt und Köln von dem neuen Mobilfunknetz profitieren können - vorausgesetzt, sie haben ein Smartphone, das 5G beherrscht und einen passenden Tarif. Insgesamt 150 Basisstationen sollen zum Start in den fünf Städten in Betrieb genommen werden. Nach Angaben des Konzerns sollen damit neun Millionen Menschen "5G von O2 in ihrer Stadt erleben können".

Markus Haas, CEO von Telefónica Deutschland, teilte mit: "5G ist für unsere digitale Zukunft entscheidend. Daher investieren wir bis 2022 vier Milliarden Euro in den Ausbau unseres O2-Netzes."

Im Upload wesentlich langsamer

Die Tarife, die automatisch 5G beinhalten werden, heißen O2 Free L (inklusive 60 GB Highspeed-Datenvolumen ab 39,99 Euro im Monat), O2 Free L Boost sowie O2 Free Unlimited Smart und Unlimited Max (beide mit unbegrenztem Datenvolumen). Bestandskunden, die sich für einen 5G-ready-Tarif entschieden haben, werden per SMS und E-Mail darüber informiert, dass sie die 5G-Option ohne Zusatzkosten aktivieren können.

Eine Auswahl von 5G-Smartphones der Mittelklasse haben wir hier getestet.

"Zu Beginn bietet O2 eine branchenübliche 5G-Maximalgeschwindigkeit von 300 MBit/s", heißt es in der Pressemitteilung von Telefónica. In den Fußnoten ist vermerkt, dass die Uploadgeschwindigkeit bei höchstens 50 MBit/s liegen wird.

Endlich verständlich: Darum ist der neue Mobilfunkstandard so wichtig

Auch die Deutsche Telekom wirbt mit bis zu 300 MBit/s - in ihrem LTE-Netz. Der Bonner Konzern hatte im April zudem angekündigt, dass "mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung" im Laufe des Jahres "von 5G profitieren können" soll, indem bereits bestehende Mobilfunkstandorte mit der neuen Technik aufgerüstet werden.

Die Bundesnetzagentur hingegen drängt darauf, dass die Provider zunächst ihre Auflagen zum Ausbau der LTE-Netze erfüllen, die bei der Versteigerung der 5G-Frequenzen festgelegt worden sind.

pbe