Survivalshow an der Spitze Das hat die Deutschen dieses Jahr auf YouTube interessiert

Webstars, die boxen, und Webstars, die sich jenseits der Zivilisation durchschlagen: YouTube zieht für das Jahr 2022 Bilanz. In die Top Ten der Plattform schafften es auch zwei Videos zum Ukrainekrieg.
Abenteurer Fritz Meinecke: Er ist selbst Kandidat bei »7 vs. Wild: Panama«, der zweiten Staffel des Formats

Abenteurer Fritz Meinecke: Er ist selbst Kandidat bei »7 vs. Wild: Panama«, der zweiten Staffel des Formats

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YouTube / Fritz Meinecke

Der Überflieger des Jahres steht für YouTube offiziell bereits fest, bevor das Jahr und die zugehörige Webshow überhaupt vorbei sind: Die zweite Folge der Survival-Show »7 vs. Wild: Panama« namens »Tödliches Paradies«  ist von der Videoplattform zum »Top Trending Video 2022« gekürt worden. Seit seiner Veröffentlichung vor ungefähr drei Wochen ist das anderthalbstündige Video bereits mehr als elf Millionen mal angeklickt worden.

»7 vs. Wild« ist ein für YouTube-Verhältnisse sehr ambitioniertes Projekt des Outdoor-YouTubers Fritz Meinecke, für das er mit den Produzenten Johannes Hovekamp und Maximilian Kovacs zusammenarbeitet. Die Videoreihe zu Panama ist die zweite Staffel des Formats. Zwei Frauen und fünf Männer, darunter Meinecke selbst und der Webstar Knossi, versuchen darin, es auf sich allein gestellt sieben Tage lang am Rande einer tropischen Insel auszuhalten. Dabei filmen sich die Teilnehmer selbst. Die bislang achtteilige Videoreihe läuft noch den ganzen Dezember. Mehr über das Phänomen lesen Sie hier . Und hier  finden sie außerdem ein Porträt von Fritz Meinecke.

Auf Platz zwei von YouTubes »Top Trending Video«-Charts steht unterdessen ein ursprünglich live gestreamtes Box-Event, die Universum Boxing Night #1 . Nicht unbedingt das sportliche, aber das eigentliche Highlight dieser Veranstaltung waren Kämpfe zwischen vier Webstars. So traf etwa Leon Machère auf Standart Skill. Laut YouTube  schauten bei der Übertragung zeitweise sieben Millionen Menschen zu, was einen Deutschlandrekord darstellte.

Den letzten Platz direkt auf dem Treppchen sicherte sich der Videomacher Julien Bam mit »Der letzte Song aus der Bohne (Akt 1)« , einer recht aufwendig produzierten, knapp 22 Minuten langen Komödie inklusive mehrerer Musikstücke.

»Layla« auf Platz fünf der Musikvideos

Die diesjährigen Top Ten erreichte unter anderem noch Jan Böhmermanns Enthüllungsvideo über den YouTuber Fynn Kliemann , ebenso wie Rezos Abrechnung mit dem ProSieben-Format »Germany's Next Topmodel« . Auch zwei Videos zum Ukrainekrieg landeten auf Platz acht und zehn: Einmal handelte sich um einen Stream des Fernsehsenders WELT vom 24. Februar , einmal um ein Erklärvideo von Mirko »MrWissen2go« Drotschmann .

YouTube selbst sagt zu den diesjährigen Charts, dass sich nach den herausfordernden Pandemiejahren darin auch ein gesteigertes Unterhaltungsbedürfnis der Zielgruppen widerspiegele.

In Deutschland besonders erfolgreiche Musikvideos hat die Plattform getrennt von den klassischen Videos gelistet. In diesem Ranking liegt der Berliner Rapper Luciano mit seinem Song »Beautiful Girl« vorn. »Layla« von DJ Robin und Schürze, diesen Sommer wohl öfter als jeder andere Song in der Presse erwähnt, landet auf Platz fünf, hinter »Bling Bling« von Twenty4Tim, »Dicke Titten« von Rammstein und »Sehnsucht« von Miksu/Macloud und t-low. Die Band Rammstein schaffte es mit ihren Videos zu »Zeit« und »Zickzack« noch zwei weitere Male in die Top Ten.

Über Bande gelang auch »7 vs. Wild: Panama« ein Doppelerfolg: Auf Platz neun der Charts der klassischen Videos steht der Clip »Ankunft: 24h vor Aussetzung« , der Teil einer Making-of-Reihe zu dem Format ist.

Die meisten Abos gewann im Zeitraum zwischen dem Jahresanfang und Mitte November Leeroy Matata hinzu. Sein größter Kanal heißt »Leeroy will's wissen!«  und hat derzeit knapp 2,4 Millionen Abonnenten.

mbö
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