Alpha-Geek Robert Basic will sein Blog verkaufen

Deutschlands meistverlinkter Blogger Robert Basic hat genug. Von seinem Weblog "Basic Thinking" jedenfalls. Nun will er das Blog verkaufen und an anderer Stelle weiterbloggen.

Ob diese Rechnung aufgeht? Robert Basic, seit langem auf Platz eins der Deutschen Blogcharts , weil er von so vielen anderen Bloggern verlinkt wird, will aufhören. Ein bisschen zumindest. In einem vergleichsweise langen Blogeintrag  denkt er öffentlich darüber nach, wie das wohl gehen könnte, ein ja immerhin nach seinem eigenen Nachnamen benanntes Blog zu verkaufen, und was er wohl dafür bekommen würde. Ein bisschen was müsste Basic Thinking doch Wert sein. Immerhin wurde Basic sogar schon mal in der "New York Times" zitiert, kein Artikel über die deutsche Blogosphäre kommt ohne einen Verweis auf ihn aus.

"Tja, wäre Zeit für einen Luftwechsel. Oder?", schreibt Basic nun. Seine Preisvorstellungen sind noch sehr grob: "Alles zwischen 10-100k ist denkbar." 100.000 Euro für einen Domainnamen und eine Blog-Marke, plus vielleicht das Logo, eine fliegende oder fallende Gliederpuppe?

Ohne denjenigen, der diese Domain nun seit Jahren mit mehr oder minder knappen Einlassungen über das WWW, Technik, Soziale Software, Politik oder einfach das Wetter gefüllt und damit eine treue Leserschaft herangezogen hat? Während der anderswo "über grob die gleichen Themen" bloggt, sich also weiter "schwerpunktmäßig mit Trends im Netz" befasst, wenn auch dann vielleicht mit einer Mischung "abwechselnd aus deutschen und englischen Artikeln"?

So mancher Kommentar unter dem Blogeintrag ist skeptisch. Basic Thinking sei zu stark an den Namen Robert Basic gebunden, schreiben die einen, "Mach einfach!" die anderen.

Eine kleine Debatte über Bloggen als Lebensprinzip und das schlimme Wort Ausverkauf dürfte Basic jedenfalls vom Zaun brechen, wie man die deutsche Blogosphäre so kennt.

cis
Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.