Plattform Home Services Amazon vermittelt jetzt Ziegen

Amazon vermittelt in den USA jetzt Klempner, Musiklehrer und sogar Ziegen. Außerdem hat sich der Konzern ein Konzept patentieren lassen, das Geschäfte zu Selbstbedienungsläden macht.
Ziegen (Archivfoto): Amazons neuer Servicedienst vermittelt die Bio-Rasentrimmer

Ziegen (Archivfoto): Amazons neuer Servicedienst vermittelt die Bio-Rasentrimmer

Foto: Tim Brakemeier/ dpa

Gute Handwerker sind schwer zu kriegen? Amazon will sich nun an der Vermittlung von Elektrikern, Automechanikern und anderen Dienstleistern beteiligen und hat ein Onlineangebot namens Amazon Home Services gestartet. Die Plattform ist bislang nur in großen US-Städten verfügbar.

Auf der Plattform wählen Nutzer aus, was sie brauchen und nennen ein paar Details. Dienstleister können dann unverbindlich Angebote schicken. Bei Home Services kann man sogar Ziegen mieten. Sie sollen im Garten das Gras kurz halten. 10 bis 20 Prozent Provision nimmt Amazon, je nach Art der Dienstleistung.

Amazons Vize-Chef Peter Faricy vergleicht das Portal im "Wall Street Journal " mit dem Warenangebot des Konzerns. Der Kunde entscheidet Faricy zufolge anhand von Preis und Bewertung über die rund zwei Millionen Angebote.

Amazons Rundumservice wird damit erneut erweitert. Zuletzt hatte das Unternehmen einen eigenen E-Mail-Dienst gestartet, außerdem plant es einen Paket-Service mit Drohnen-Unterstützung. Das Lieferangebot befindet sich noch in der Testphase.

Überwachung statt Kassenschlange

Wie jetzt bekannt wurde, hat sich Amazon außerdem ein Konzept patentieren lassen , mit dem Kunden im Laden automatisch überwacht werden. Sie gehen in einen Laden, nehmen sich, was sie haben möchten, packen alles ein, und gehen wieder raus. Amazon belastet das Konto danach automatisch mit der Rechnungssumme.

Wann oder ob die Idee jemals praktisch umgesetzt wird, ist nicht bekannt. Der ursprüngliche Entwurf stammt bereits aus dem Sommer 2013, Amazon hat ihn diesen Januar nochmal aktualisiert.

Identifiziert würden die Kunden dem Patent zufolge zum Beispiel durch ihr Gesicht, auch spezielle ID-Karten sind eine Option. Im Laden würden die Kunden permanent überwacht, jeder Griff zum Kaufobjekt wird registriert.

isa
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