Betrugsmasche Polizei Niedersachsen warnt vor gefälschten Amazon-Bestellbestätigungen

Gar nichts bei Amazon bestellt, aber eine Kaufbestätigung im E-Mail-Postfach? Dann seien Sie vorsichtig: Mit genau solchen Nachrichten wollen Betrüger an Ihre Zahlungsdaten.
Erst wundern, dann nicht klicken: Bei Anhängen und Links in Mails sollten Internetnutzer generell vorsichtig sein

Erst wundern, dann nicht klicken: Bei Anhängen und Links in Mails sollten Internetnutzer generell vorsichtig sein

Foto: Christin Klose/ TMN

Die Polizei Niedersachsen warnt vor falschen Amazon-Bestellbestätigungen, die derzeit von Kriminellen verschickt werden. Die Mails seien zwar nicht besonders gut gemacht , heißt es. Aber die Nachricht, dass das eigene Amazon-Konto angeblich von einem fremden Gerät aus für einen Kauf verwendet wurde, dürfte den ein oder anderen Amazon-Kunden trotzdem verunsichern.

Die Absender der Mails verweisen der Polizei zufolge gleich in den Nachrichten darauf, dass man die Möglichkeit habe, über ein Bestätigungsdokument im Anhang die Bestellung zu stornieren. An dieser Stelle sollten Empfänger aussteigen und die Mail löschen.

Anhänge und Links in verdächtigen Mails sind tabu

Denn über solche Anhänge könnten Angreifer grundsätzlich jederzeit Schadsoftware auf den Rechner laden. In den polizeibekannten Fällen handelte es sich um PDF-Dateien, in denen etwa mit "Ein Problem melden" betitelte Links zu gefälschten Amazon-Anmeldeseiten führten.

Über solche Seiten greifen die Kriminellen dann die Amazon-Anmeldedaten der Nutzerin oder des Nutzers sowie Zahlungsdaten und Adressen ab. Wer auf den Phishing-Trick hereingefallen ist und Daten preisgegeben hat, sollte unverzüglich die echte Amazon-Webseite aufrufen, sich dort einloggen und seine Zugangsdaten ändern, rät die Polizei. Zudem sollte man Kontakt mit dem Amazon-Support aufnehmen.

Bank informieren und Anzeige stellen

Unverzichtbar ist es auch, die Bank zu informieren, zu der die Zahlungsdaten gehören, die man auf der Phishing-Seite eingegeben hat. Außerdem sei es ratsam, Anzeige bei der örtlichen Polizei zu stellen.

Wer sich unsicher ist, ob eine empfangene Mail wirklich von Amazon stammt oder nicht, sollte das sogenannte Message Center im Kundenkonto besuchen (über "Mein Konto"/"Message Center" oder über diesen Link ). Nur dort gespeicherte Nachrichten stammen tatsächlich von Amazon.

Unerwartete Bestellungen oder Mahnungen zu Amazon-Bestellungen können dem Unternehmen auch gemeldet werden, indem man die verdächtige E-Mail als Anhang an stop-spoofing@amazon.com sendet .

Die Mails, vor denen die Polizei warnt, haben Betreffzeilen wie "[Zahlung der Bestellung] erfolgreich verifiziert!" oder "[Kauf Akzeptiert]-Vielen Dank für die Bestellung Visco-Kopfkissen".

mbö/dpa
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